Spiegel: Ex-NPD-Kader Molau steigt aus


Andreas Molau (Archivbild 2007): Damals noch Spitzenkandidat der NPD in NiedersachsenZur Großansicht

dapd

Andreas Molau (Archivbild 2007): Damals noch Spitzenkandidat der NPD in Niedersachsen

Schon als Jugendlicher trat Andreas Molau der NPD bei, später war er Mitglied im Bundesvorstand der Partei und engagierte sich in der extrem rechten Pro-Bewegung in NRW. Jetzt ist der Neonazi ausgestiegen. Der studierte Lehrer gehörte zu den intellektuellen Vordenkern der Szene.

Hamburg – Viele Jahre galt Andreas Molau als Stratege und Vordenker desRechtsextremismus in Deutschland. Nun hat er der Szene den Rücken gekehrt. „Ich habe eine klare Trennung gezogen – sowohl in meinem Beruf als auch in meinem privaten Lebensumfeld“, sagte der 44-Jährige NDR Info. Mittlerweile habe er Kontakt zum niedersächsischen Verfassungsschutz aufgenommen. Er habe seine Parteibücher zurückgeschickt, Arbeitsverträge gekündigt und Kontakte abgebrochen.

Der frühere Waldorf-Lehrer für Deutsch und Geschichte aus dem Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen verbrachte mehr als zwei Drittel seines Lebens in extrem rechten Kreisen: Schon in seiner Jugend engagierte er sich in der NPD-Jugendorganisation, später war er Bundesvorstandsmitglied der rechtsextremen Partei, Mitarbeiter der Landtagsfraktionen in Schwerin und Dresden sowie NPD-Spitzenkandidat in Niedersachsen.Er wollte seiner Partei eine gemäßigtere Linie verordnen, Molaus Erscheinungsbild und Lebenswandel waren stets bürgerlich. Von 1996 bis 2004 unterrichtete er an der Braunschweiger Waldorfschule. Seine rechtsextreme Einstellung wurde dort erst bekannt, nachdem er sich für die Mitarbeit in der sächsischen NPD-Landtagsfraktion vom Dienst freistellen lassen wollte. Ihm wurde daraufhin gekündigt.

Molau verstand es, seine rechtsextremen Botschaften rhetorisch so zu verpacken, das sie auch breitere Kreise der Gesellschaft erreichen konnten. Er forderte unter anderem, Schulklassen in deutsche und nichtdeutsche Kinder zu trennen. Er schrieb für die NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“, war Vorsitzender der „Gesellschaft für freie Publizistik“, der größten rechtsextremen Kulturorganisation in Deutschland.

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