„Gehört Rassismus zu Deutschland? Und wenn ja: warum?“ – Diskussion am 19. September 2012 in Berlin


Diskussionsveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin

Zu dieser Fragestellung findet am Mittwoch, 19. September 2012, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visionen der Zugehörigkeit“ eine Diskussionsveranstaltung im Jüdischen Museum Berlin statt. Beginn ist 19:30 Uhr.

Mit der Diskussionsreihe »Visionen der Zugehörigkeit« schafft das Jüdische Museum Berlin, mit der Beratung von DeutschPlus e.V., ein Forum für einen konstruktiven Dialog, bei dem Visionen und Handlungsempfehlungen für die pluraler werdende deutsche Gesellschaft entwickelt werden.

Mark Terkessidis, Nuran Yigit  und Mehmet G. Daimagüler (v.l.n.r.)

Mark Terkessidis, Nuran Yigit und und Mehmet G. Daimagüler (v.l.n.r.)
© privat / Derya Ovali

Seit geraumer Zeit wird debattiert, ob der Islam zu Deutschland gehört. Wir stellen eine andere Frage: Gehört der Rassismus zu Deutschland? Und wie breit ist er in der Gesellschaft verankert? Die im vergangenen Jahr bekannt gewordene NSU-Mordserie und das behördliche Versagen bei den Ermittlungen geben diesen Fragen neue Dringlichkeit. Der Bielefelder Forscher Wilhelm Heitmeyer untersucht die »deutschen Zustände« schon seit zehn Jahren und diagnostiziert einen Anstieg von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Jeder zweite Befragte sieht Deutschland demnach »in einem gefährlichen Maß überfremdet«. Fast jeder Dritte meint, er fühle sich durch »die vielen Muslime hier manchmal wie ein Fremder im eigenen Land« und dass man in Deutschland lebende Ausländer »wieder in ihre Heimat zurückschicken sollte,« wenn Arbeitsplätze knapp werden. Haltungen wie diese sind keine Ausnahmeerscheinungen – und sie finden sich in allen gesellschaftlichen Schichten.

Werden die Deutschen rassistischer? Und wenn ja, woran liegt das? Ist die wachsende soziale Ungleichheit eine Ursache? Wie gehen wir damit um und dagegen vor?

Es diskutieren:
Mehmet G. Daimagüler (Rechtsanwalt und Autor)
Micha Guttmann (Rechtsanwalt und Mitglied des Parlaments der Jüdischen Gemeinde Berlin)
Mark Terkessidis (Psychologe und Autor)
Nuran Yigit (Projektleiterin beim Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin)
Andreas Zick (Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung)

Mit der Beratung von DeutschPlus e.V. – Initiative für eine plurale Republik.

Wann

19. September 2012, 19:30 Uhr

Wo

Altbau 2. OG, Großer Saal

Eintritt

frei

Anmeldung

Tel: +49 (0)30 259 93 488
reservierung@jmberlin.de

Kontakt

Julia Jürgens
Tel: +49 (0)30 259 93 353
Fax: +49 (0)30 259 93 330
j.juergens@jmberlin.de

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