In eigener Sache: Neujahrsgruß 2012


Liebe Leserinnen und Leser unseres Blogs,

 

ich danke Ihnen, dass Sie den Blog, den Lutz Bucklitsch so wunderbar und professionell gestaltet, nutzen. Nutzen Sie ihn auch im nächsten Jahr.

Noch immer geht es um eine schonungslose Aufklärung, gerade im Wahljahr, wie sie von Angela Merkel versprochen oder besser gefordert wird. Die Mordserie des nationalsozialistischen Untergrunds, ihres Netzwerks und das Versagen der Sicherheitsbehörden müssen aufgeklärt werden, die Blockaden ein Ende haben. Inzwischen spricht alles dafür, dass die Hintergründe und das Ausmaß des Wissens der Sicherheitsbehörden aufgedeckt werden – dank der Sternstunden des Parlaments im Untersuchungsausschuss und der Beharrlichkeit wirklich unabhängiger investigativer  Journalisten und Wissenschaftler. Mich hat schockiert, wie viel an Abwehr und Abwertung gegenüber den Mordopfern und ihren Familien schon bisher in den Untersuchungsausschuss-Vernehmungen sichtbar geworden sind. Wie in Teilen der Bevölkerung, vor allem aber innerhalb des Sicherheitsapparats auch bei leitenden Personen aus allen Parteien.

Abwehr, Abwertung, Rassismus und Antisemitismus aufzuklären geht nicht ohne eine Kultur der Anerkennung: der gegenseitigen menschlichen Anerkennung, ja der Zuwendung und Empathie. Das wissen wir von den Autoritarismusstudien Adornos und seiner Schüler.

Und auch nicht ohne eine sozial gerechte Integrationsperspektive nicht nur Jugendlicher – gerade in Zeiten unverantwortlichen Spekulationskapitalismus.

Vielleicht hilft ja die eine oder andere Erinnerung an unserer eigenen Abgründe an Krisen und Gewalt – wie am 27. Januar, am 30. Januar oder auch am 9. November 2013.

Werden wir endlich eine aktivere Friedens- und Kompromisspolitik,  erleben: zur Eindämmung des Bürgerkriegs in Syrien? Eine Politik vernünftiger Kompromisse in Ägypten mit seinen wunderbar freundlichen Menschen? Einen haltbaren Kompromiss in der Atomfrage mit dem Iran oder eine kriegerische Eskalation, deren Wirkungen und Ausmaße wir nicht absehen können? Ein wenig mehr Offenheit im Iran und damit ein wenig weniger Alltagsterror, Willkür, Hinrichtungen und die nötigen Lügen, um überhaupt einigermaßen zu überleben? Und einen Kompromissfrieden mit den Palästinensern, wohl nur noch durch einen absichtsvollen Druck der internationalen Staatengemeinschaft, auch der Bundesregierung? Ein Abflauen des Terrors in Irak und Afghanistan – zwei Ländern, die von innen und außen verheert worden sind? Schritte einer pragmatischen Vision für die Krisenregion? …

Es wäre viel gewonnen, wenn wenigstens in dem einen oder anderen Konfliktfeld auch die europäische  und die deutsche Politik  ihren Einfluss, den sie hat, anders als bisher einsetzt und wir sie in einem Wahlkampf, der solche Themen vernünftigerweise aufbringen sollte, dazu drängen.

Wir versuchen, so gut es mit dem bescheidenen Mitteln geht, auch von uns – wie bisher – das eine oder andere an Texten Ihnen dazu zur Verfügung zu stellen.

Jedenfalls freuen wir uns mit ihnen auf ein politisch streitiges und aktives Neues Jahr.

 

Ihr Hajo Funke und Lutz Bucklitsch

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