bnr.de: Karrieren in der Sachsen-NPD


VON ANTON MAEGERLE
Doberschütz – Die sächsische NPD hat am Wochenende eine neue Landesspitze gewählt.

Beim 20. ordentlichen Landesparteitag der sächsischen NPD in Doberschütz (Landkreis Nordsachsen) wurde Holger Szymanski (Jg. 1972) zum Landesvorsitzenden gewählt. Der NPD-Multifunktionär ist seit Juni 2008 Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes und seit September 2009 Pressesprecher der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag. Ferner fungiert Szymanski als stellvertretender Pressesprecher der Kommunalpolitischen Vereinigung der NPD (KPV), als Vize-Vorsitzender und Geschäftsführer des NPD-nahen „Bildungswerkes für Heimat und nationale Identität e.V.“ und Kreisvorstandsmitglied seiner Partei in Dresden. Nach seiner Mitgliedschaft bei der Freien Deutschen Jugend (FDJ) von 1986 bis 1989 war Szymanski später unter anderem Funktionär der Republikaner und schloss sich im Jahr 2004 der NPD an.

Szymanski löst Mario Löffler (Jg. 1973) als Landesvorsitzenden der sächsischen NPD ab, der nach einem Jahr nur noch als  stellvertretender Landeschef kandidierte. Neben Löffler (Kreisverband Erzgebirge) wurden in Doberschütz Maik Scheffler (KV Nordsachsen) und Jens Baur (KV Dresden) als Landesvize gewählt. Das Amt des Landesschatzmeisters hat weiterhin Alexander Delle inne. Zehn Beisitzer komplettieren den Landesvorstand: Jürgen Gansel (KV Meißen), Arne Schimmer (KV Dresden), Gitta Schüßler (KV Zwickau-Westsachsen), Mirko Beier (KV Meißen), Torsten Hiekisch (KV Görlitz), Paul Rzehaczek (KV Nordsachsen), Thorsten Thomsen (KV Dresden), Olaf Rose (KV Sächsische Schweiz/Osterzgebirge), Patrick Gentsch (KV Zwickau-Westsachsen) und Thomas Sattelberg (KV Sächsische Schweiz/Osterzgebirge).

Haftstrafe wegen Weiterführung der SSS

Sattelberg (Jg. 1974) war Rädelsführer der 2001 verbotenen Neonazi-Gang „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS). Die SSS trimmte sich mit paramilitärischen Übungen für die Jagd auf Ausländer. Sattelberg wurde im Mai 2003 vom Landgericht Dresden wegen Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruch und anderer Gewalttaten zu zwei Jahren Haft Bewährung verurteilt. Drei Jahre später schickte ihn das Gericht wegen Weiterführung der SSS für acht Monate in Haft. Der Bundesvorsitzende Holger Apfel betonte in seiner Rede auf dem Landesparteitag, dass die NPD immer Gewalt als Mittel der Politik abgelehnt habe und deshalb nicht als „aggressiv-kämpferisch“ verboten werden könne.

Zum Ehrenvorsitzenden der sächsischen NPD wurde der Leipziger Kreisvorsitzende Helmut Herrmann gekürt. 2010 wurde Herrmann vom Amtsgericht Leipzig wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Auf der Website der Leipziger NPD hatte Herrmann 2007 einen Nachruf auf ein verstorbenes NPD-Mitglied veröffentlicht und darin dessen Zugehörigkeit zur Waffen-SS mit der verbotenen SS-Losung „Meine Ehre heißt Treue“ gerühmt.

Quelle: Blick nach Rechts

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: