DNN online: Problem Rechtsrock – Regisseur Peter Ohlendorf stellt seinen Film in Dresden vor


  • Regisseur Peter Ohlendorf hat in Dresden einen Film zum Thema Rechtsrock-Konzerte vorgestellt.Foto: Stephan Lohse
    Regisseur Peter Ohlendorf hat in Dresden einen Film zum Thema Rechtsrock-Konzerte vorgestellt.

Dresden. Riesiger Andrang am Dienstagabend an der Schauburg in der Dresdner Neustadt: Mehr als 700 Leute wollten die Vorführung des Filmes „Blut muss fließen“ von Regisseur Peter Ohlendorf in Zusammenarbeit mit dem Undercover-Journalisten Thomas Kuban sehen. Die beiden thematisieren darin die im versteckten agierende Nazi-Szene und vor allem rechtsextreme Konzerte. Knapp 250 Dresdner fanden letztlich im rappelvollen Kinosaal Platz, rund 100 weitere konnten in der nahen „Grünen Ecke“ eine kurzfristig organisierte Zweitvorführung sehen.

Fast fünf Jahre arbeitete Ohlendorf an dem Projekt, noch viel länger ist Kuban damit beschäftigt. Peter Kuban gibt es eigentlich nicht. Der Name ist ein Pseudonym, in der Öffentlichkeit agiert er mit dicker Sonnenbrille, Heino-Perücke und einem senfgelben Sakko. Denn der Journalist arbeitet mit weiteren Identitäten inkognito: Seit 2003 besucht er Konzerte der Rechtsextremen und filmt dort heimlich mit – immer mit der Gefahr, erwischt zu werden. Wie genau Kuban dabei vorgeht, wollte Ohlendorf in Dresden nicht verraten. „Das darf ich nicht“, sagte er. Es schwebe immer die Angst mit, zu viel zu verraten und seinen Kollegen damit zu enttarnen.

Aus dem Material, laut Ohlendorf sind es weit mehr als 100 Stunden Film, ist letztlich ein Film entstanden, der viel über die Rechtsextremen preis gibt. Als „total gespenstisch“ mit einer „Form der Unerträglichkeit“ bewertete Ohlendorf selbst manches, was er im Rahmen der Arbeiten sah.

Von hessischen Dörfern über Geheimkonzerte in Wurzen oder Bautzen bis hin zu regelrechten Großveranstaltungen in Italien führt Kuban den Zuschauer tief in die Szene der Nazi-Konzerte hinein. Immer wieder entblößt er rassistisches und verbrecherisches Gedankengut, vom Hitlergruß bis hin zu Textzeilen, die zu Mord aufrufen.

Vollständiger Artikel

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: