STERN: Post vom Verfassungsschutz


Veröffentlicht in Geheimdienste von Dirk Liedtke 

Akten_VernichtungHeute meldete sich das Bundesamt für Verfassungsschutz bei uns. Per E-Mail. Der Inhalt war brisant. Er lautete: „Bitte vernichten!“.

Als Journalist wird man täglich mit vielen Pressemitteilungen bombardiert. Fast alle kommen per E-Mail. Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schickte heute eine Nachricht an seinen Presseverteiler. In der Betreffzeile stand: „BfV 8D31, Pressemitteilung Bundesamt für Verfassungsschutz Reform“. Eine E-Mail ausgerechnet von dieser Pressestelle ist immer noch etwas Besonderes. Für besondere Offenheit gegenüber der Presse ist der Geheimdienst eigentlich nicht bekannt. Doch heute erreichten die Redaktion innerhalb von fünf Minuten gleich drei E-Mails – alle mit gleichlautendem Betreff. Was war geschehen?

Irgendjemand in der Pressestelle der Verfassungsschützer hatte auf „Senden“ gedrückt und dabei übersehen, dass in dem Empfängerfeld 53 E-Mail-Adressen offen lesbar waren, für alle Empfänger der E-Mail. Dies ist ein typischer Anfängerfehler einer Pressestelle oder von PR-Agenturen. Und der Spott in den Redaktionen ist entsprechend groß. Denn dadurch liegen die Medienkontakte einer Firma oder wie in unserem Falle eines Geheimdienstes für alle Journalisten offen. Genüsslich kann man nachschauen, wer im Adressbuch der Geheimen steht.

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