Hatte NSU Kontakte nach Österreich?


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Mehrfach wurde ein entsprechender Verdacht geäußert. Überfälle, Einbrüche, Brandstiftungen, Entführungen, Kettensäge-Folter und Zwangsprostitution sind nur ein Ausschnitt dessen, was oberösterreichische Ermittler einer kriminellen Nazibande vorwerfen. Im Januar war die Polizei endlich gegen das Objekt 21 im Bezirk Vöcklabruck und das dahinter verborgene grenzüberschreitende Neonazi-Netzwerk vorgegangen. Nach wie vor sitzen elf Personen in Untersuchungshaft. Darunter sollen auch deutsche Neonazis sein. In diesem Zusammenhang wurde bereits im vergangenen November – wie »nd« aufdeckte – im Thüringer Gotha ein 27-jähriger Deutscher verhaftet, der wegen zahlreicher in Österreich verübter Straftaten zur europaweiten Fahndung ausgeschrieben war. (…) Der Verdacht wird nun gestützt durch Dokumente aus dem deutschen Bundeskriminalamt (BKA). Dort waren einem Staatsschützer des Referats ST 24, der die Asservaten aus der Jenaer Bombenwerkstatt des späteren NSU ausgewertet hat, Parallelen zu Briefbomben aufgefallen, die Neonazis an den Chef der Wehrmachtausstellung, Johannes Heer, und den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, geschickt hatten. In seinem 1999er Vermerk fielen dem BKA-Mann wegen der Bombenmachart – »Styropur-Einlage/Kreppband/Batterien« – sofort »Mundlos/Zschäpe/Böhnhardt« ein. Zitat: »Beide Bombenattrappen entstammen mit hoher Wahrscheinlichkeit der gleichen, vermutlich österreichischen Werkstatt…«

via nd: Hatte NSU Kontakte nach Österreich?

 

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