NSU – die wesentlichen Ungereimtheiten


by Georg Lehle

Dieser Artikel untersucht die wesentlichsten Ungereimtheiten der verbreiteten “offiziellen” Darstellung über den “National Sozialistischen Untergrund” (NSU). Dazu gehören: Der Doppel-Selbstmord von Böhnhardt und Mundlos. Die Erstellung des Bekennerfilmes. Die angeblich nicht-vorhandenen NSU-Verbindungen zum Verfassungsschutz. Der Lebensunterhalt durch Banküberfälle.

1. Das Ende des NSU naht

Am 14. Oktober 2011 mieteten Herr Böhnhardt und Frau Zschäpe ein Wohnmobil an. Dabei verwendete Böhnhardt den Namen “Holger Ge.”.

“Böhnhardt trat als “H. Ge. ” auf, Mundlos als “M. B. “; entsprechende amtliche Ausweispapiere verschafften sie sich unter Mitwirkung der Genannten.” (Quelle: BGH)

Laut Aussage von Zeugen spiegelten später Böhnhardt und Zschäpe vor, einen Familienurlaub zu beabsichtigen.

“Zum vereinbarten Abholtermin am 25. Oktober 2011 erschien Böhnhardt wiederum in Begleitung der Beschuldigten sowie eines bislang unbekannten Kindes.”

Am 04. November 2011 um 09:30 überfielen Mundlos und Böhnhardt eine Sparkasse in Eisenach und flohen erst per Fahrrad, später per Wohnwagen (Quelle: wiki).

2. Fahndung nach Wohnmobil

Es gibt unterschiedliche Darstellungen, ob und warum es nach dem Überfall sofort zu einer Ringfahndung nach einem Wohnwagen kam oder gar nicht:

1. Zeugen sahen ein weißes Wohnmobil “bei dem Überfall” (Quelle: TA). Jemand hätte sogar ausgesagt, “er habe drei Männer aus der Sparkasse laufen sehen, die anschließend mit einem nahe geparkten Wohnmobil flüchteten, dass sofort von der Polizei verfolgt wurde.”

2. Ein Zeuge hätte nach dem Überfall gesehen, wie zwei Männer eilig ihre Fahrräder in das Wohnmobil eilig einluden:

“Die Fahndung nach den Tätern führte zu einem Zeugen, der beobachtet hatte, wie zwei Männer in der Nähe des Tatorts eilig Fahrräder in ein Wohnmobil verluden.” (Quelle: BGH)

Die Polizei bestätigt, dass sie kurz nach dem Überfall einen Tipp erhielten.  “Der Zeuge konnte uns sogar noch den Anfangsbuchstaben des Kennzeichens nennen”.

3. Sofort nach dem Banküberfall schickt um 09:35 die Polizei alle verfügbaren Kräfte nach Eisenach. “Insgesamt 13 Funkstreifenwagen sind unterwegs, um direkt nach einem Transporter zu suchen”, berichtet der Gothaer Polizeichef Michael Menzel. (Quelle: TA). Die Polizei wäre auf den Einsatz eines Wohnmobils vorbereitet gewesen:

Bei einem Banküberfall am 7. September in Arnstadt gingen Räuber ähnlich vor: Auch dort flüchteten die Räuber per Fahrrad (Quelle: SZ). Daher fahndete man in Eisenach intensiv nach “möglichen Autos, mit denen auch Fahrräder transportiert werden konnten.”(Quelle: TA) So wäre sogar gänzlich auf eine Ringfahndung verzichtet worden  (TA).

3. Die verkorkste Flucht

Es gibt zwei Versionen, wo der Wohnwagen stand. Auf Fahrrädern wären sie zu ihrem Wohnwagen geflüchtet. Er wäre …

1. … “auf dem heruntergekommenen Gelände der Diskothek MAD abgestellt” worden. Ein Zeuge bestätigt: Es stand rechts von ihm, auf dem Parkplatz der Diskothek. „Das kam mir komisch vor“, erinnert sich S., „normalerweise stehen dort nie Autos.“ (focus)

2. … “auf Obi-Parkplatz kurz nach dem Überfall” gesehen worden (sueddeutsche).

Die Eisenacher Bankräuber flüchteten im Wohnwagen nicht auf die Autobahn sondern…

“… links ins Dorf Stregda. Wieder sind es nur ein paar Hundert Meter, dann erreichen sie den Schafrain, wo sie das weiße Wohnmobil gegen 9.45 Uhr parken. Eine ruhige Gegend, in der Fremde eigentlich gleich auffallen müssten. Weil sie ein Gerät zum Abhören des Polizeifunks an Bord haben, wissen sie vermutlich, dass die Fahndung läuft.” (Quelle: ST)

Sie fahren nach Stregda in ein Wohngebiet, um die Ringfahndung auszusitzen. Sie parken und hören den Polizeifunk ab. So erfahren sie, dass die Polizei gezielt nach ihren Wohnwagen fahndet. Statt von Stregda per Rad zu fliehen, warten sie konsterniert im Wohnmobil. Sie warten weiter – sogar als die Ringfahndung gegen 11:15 aufgehoben wird (TA). Endlich werden sie schließlich gegen 12:00 von zwei Polizisten entdeckt (BILD).

Benachrichtigung von Frau Zschäpe – Wer wars?

In dieser Zeit hätte Frau Zschäpe einen Anruf auf ihr Handy erhalten, den sie jedoch nicht annahm. Erst um 12:11 hörte sie ihren Anrufbeantworter ab. Es gibt unterschiedliche Darstellungen, wer sie angerufen haben könnte:

1. Laut Darstellung von “Neuen Deutschland” hätte “die Polizei am 4. November bereits um 12.11 Uhr auf Zschäpes Handy” angerufen und “vermutlich der Mobilbox etwas erzählte.” (Quelle: Neues Deutschland)

2. Das sächsische Innenministerium dementiert einen solch frühen polizeilichen Anruf, vielmehr hätte Zschäpe um 12:11 “ihre eigene Mobilbox abhören wollen” (Quelle: Sächsische Zeitung). Dort hörte sie dann wohl eine Nachricht ihrer Freunde. Böhnhardt und Mundlos hätten sie angerufen “so die Ermittler” und ihr aufgetragen “sämtliche Spuren in der gemeinsamen Wohnung in Zwickau zu vernichten.” (Quelle: SPON).

4. Rekonstruktion der letzten Momente

Als die beiden Herren bemerkten, dass eine Polizei-Streife sich ihrem Wohnwagen näherte, hätten sie einen einzigen Schuss auf die Polizisten abgegeben. Michael Menzel, Chef der Polizeidirektion Gotha:

“Wir wussten, dass sie scharfe Waffen hatten. Sie haben mit einer MPi auf uns geschossen”. (Quelle: TA)

Böhnhardt hätte einen Schuss auf die Polizisten abgegeben können. Doch dann hätte die Maschinenpistole Ladehemmung gehabt (Spiegel). Es gäbe zwar keinen Durchschuss durch die Wohnwagen-Wände, doch erklärte BKA-Chef Jörg Ziercke, dass …

“… bei dem nachfolgenden Feuer eines der Plastikfenster so beschädigt, dass nicht mehr zu erkennen ist, ob es zuvor von einem Schuss durchlöchert worden war.” (TA)

Daraufhin nahm Mundlos seine Pumpgun “Pumpgun Winchester 1300 Defender”, schoss Böhnhardt in den Kopf. Dann zündet er einen “Papierstapel” an; “Spuren von einem Brandbeschleuniger hat man nicht” gefunden. (IT) Jetzt hätte sich Mundlos erschossen.

Zwischen den beiden tödlichen Schüssen und dem Feuer lagen “zwischen sieben bis 20 Sekunden”“So schildern es die beiden einzigen Ohrenzeugen des Geschehens am Tatort, die Polizeibeamten, die mit ihrem Streifenwagen (…) das Wohnmobil in Stregda erreichten.” (IT)

Es gibt unterschiedliche Zeugenaussagen, ob Schüsse gehört wurden oder nicht. Die beiden Polizisten hätten “zwei Knallgeräusche” gehört, “es sei unklar, ob es sich um Schüsse gehandelt habe.” (mdr). Es müssen jedoch 3 Knallgeräusche gewesen sein, da laut der Polizisten schon der erste Schuss (aus der Maschinenpistole) ein “nicht identifiziertes Knallgeräusch” gewesen sei. Außer diesem ersten Geräusch gäbe es laut Ermittlungsakten  “kein Indiz”, dass Polizisten vom Wohnwagen beschossen worden wären (IT).

Auch die meisten Anwohner sahen nur das Wohnmobil brennen …

“… , aber weder davor noch danach Schüsse gehört. Lediglich eine Familie hatte gegenüber der Polizei von drei Schüssen gesprochen. Eine Frau, die nicht einmal zehn Meter vom letzten Standort des Wohnmobils wohnt, nahm durch ihr geöffnetes Fenster den Geruch von verbranntem Plastik wahr. “Schüsse sind aber keine gefallen, das hätte ich gehört”, sagt sie.”(Quelle: Stern)

Es gibt eine weitere, alternative Darstellung der Vorgänge, auch sie stützt sich “Ermittlungsunterlagen”:

Es wären drei Schüsse von den Polizisten gehört worden und “ein Geräusch, als würde ein Möbelstück gerückt” werden:

“Als sich die beiden Beamten dem Fahrzeug nähern, vernehmen sie aus dem Inneren ein Geräusch, „als würde ein Möbelstück gerückt“, wie sich einer von ihnen später erinnert. Dann ertönen kurz hintereinander zwei Schüsse. Noch ein dritter Schuss fällt, und zwar – da gehen die Erinnerungen der Beamten auseinander – nach mindestens sieben, maximal 20 Sekunden. Kurz darauf dringen Rauch und Flammen aus dem Wohnmobil.” (bz)

5. Waren es Doppel-Selbstmorde, erschoss Mundlos, Böhnhardt oder was?

Eine Übersicht der verwirrenden, verschiedenen Meldungen, chronologisch geordnet:

Die erste Meldung am 04.11. um 14:51 von Bild.de:

“Sprengten sich Täter in die Luft? Zwei Leichen nach Bankraub in Eisenach gefunden! (bild)

Am 07.11. gab die Polizei bekannt: Selbstmord (TA). Ein Sprecher der Polizei Gotha:

“Die Männer haben sich definitiv selbst getötet (…) Das habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben.” (welt)

Spiegel Online berichtete am 09.11.2011, dass die Männer „an einem Brust- und einem Kopfschuss“ starben. Am 12.11 wurde der Thüringer Innenminister Geibert zitiert, dass sich Mundlos und Böhnhardt „nach damaligem Stand der Rechtsmedizin mit Langwaffen getötet“ hätten. Am 12.11. zitiert Spiegel-Online einen Polizisten, dass “die Spurenlage in dem Wohnmobil, in dem die Leichen der beiden gefunden wurden, nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Suizid hin[deuten]” würde (Quelle: SPON). Während Mundlos im Wohnwagen auf dem Boden lag, hielt …

“Böhnhardt (…) im Tod eine Waffe in der Hand, aus der kein Schuss abgefeuert worden war.” (SZ)

Auch Welt.de bestätige am 13.11.2012: “Der eine Tote hatte eine Schusswunde in der Brust, der andere im Kopf.” (Quelle: die Welt). Am gleichen Tag gibt jedoch der Staatsanwalt Thomas Waßmuth von der zuerst zuständigen Staatsanwaltschaft Meiningen bei Spiegel-TV bekannt, dass aufbauend auf der Obduktion sich beide Täter jeweils durch Kopfschüsse das Leben nahmen (Quelle: SPON). Am 19.11. beruft sich die Zeitung “Thüringer Allgemeine” auf einen Zeugen der Berufsfeuerwehr, der aussagte, dass er im Wohnwagen eine Leiche „mit einem großen Loch in der Stirn“ am Tisch sitzen sah und eine weitere im Gang liegend mit einer Schusswunde „wahrscheinlich im Oberkörper” (TA).

Am 21.11.2012 widersprach schließlich auch das Bundeskriminalamt (BKA) der Darstellung der Staatsanwaltschaft: Durch eine zweite Obduktion würde feststehen, dass Mundlos seinen Kameraden Böhnhardt zuerst mit einem Kopfschuss getötet hätte. Dann hätte er Feuer gelegt und sich mit derselben Waffe selbst erschossen. Dies würde naheliegen, da bei der Obduktion nur in der Lunge von Mundlos Rußpartikel des Feuers gefunden wurde (Quelle: FAZ). Herr Mundlos mit seinen 183 cm Körperhöhe hätte sich übrigens mit einer Pumpgun (Bild) in den Mund geschossen (Quelle: TA), was aufgrund der Länge der Langwaffe schwierig gewesen sein dürfte.

Am 27.12. meldete sich Herr Leyendecker von der Süddeutschen zu Wort, dass …

“Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”. Eine Stanzmarke, die bei einem “absoluten Nahschuss” entsteht und dann den Abdruck der Schusswaffe zeigt, konnte, anders als zunächst behauptet wurde, nicht festgestellt werden.” (Quelle: SZ)

Dass Böhnhardt Kopf keine Stanzmarke einer Waffe aufwies, ist offenbar in der ersten Obduktion untergegangen.

Trotz all dieser Veröffentlichungen nahm der Bundesgerichtshof Ende Februar 2012 Stellung und blieb bei der ersten Version:

“Dann setzten sie das Wohnmobil in Brand und töteten sich durch Schüsse in den Kopf.” (Quelle: BGH).

Im ausgebrannten Wohnmobil wären die “Dienstwaffen der ermordeten Polizistin Michèle Kieswetters und ihres verletzten Kollegen, zwei weitere Pistolen oder Revolver und drei Langwaffen” gefunden worden.” (Quelle: Bild) Die kritische Frage an den BGH ist: Ist es logisch, dass – angesichts dieser verfügbaren Waffen –  Böhnhardt und Mundlos mit derselben Waffe Selbstmord begingen?

Darüberhinaus gibt es Anzeichen, dass die Autopsie nur ungenügend möglich war; waren die Körper zu schwer verbrannt?

“Zu Schmauchspuren, die sich beim Abfeuern einer Waffe an Händen und Armen finden müssten, kann oder will die Karlsruher Behörde nichts sagen, obwohl seit dem Tod schon mehr als drei Wochen vergangen sind.” (Quelle: ST)

Mitte Februar 2012 berichtete der Focus, dass eine Schmauchspuren-Anlayse darauf hindeuten würde, dass “beide Männer Waffen benutzten”. Jedoch waren die gefundenen Mengen “nicht schusshandtypisch”:

“An den Leichen wurden jeweils 16 Stellen auf Rückstände untersucht, die beim Schießen entstehen. An Böhnhardts Händen fanden sich sechs Schmauchpartikel, bei Mundlos zwei.

Zwar weisen die LKA-Experten darauf hin, dass die geringen Mengen„nicht schusshandtypisch“ seien. Zugleich konstatieren sie, ein Großteil der Spuren sei „mit Sicherheit“ vernichtet worden – durch die enorme Hitzeeinwirkung, den Brandschutt und das Löschwasser.” (Quelle: Focus)

Im September 2012 berichtet focus, dass laut Obduktionsbericht Mundlos Schädelhöhle„zerstört und weit aufgerissen“ war, der Rachen „zerfetzt“. In der Mundhöhle und auf der Zunge fand sich Schmauch, „typische Kriterien“ für einen Mundschuss (focus).

Bis heute [06.11.12] fehlt ein “abschließendes waffentechnisches Gutachten zur Selbsttötung und auch der Abschlussbericht über die Obduktion der beiden Toten” (TA).

6. Die unbekannte vierte Person

Journalisten des Magazins “Stern” befragten Zeugen in Stregda, die das Geschehen am 04.11 vor Ort verfolgten. Diese Zeugen-Aussagen werden auf peinliche Weise als unbegründete “Verschwörungstheorien” (Quelle: SZ) seitens Herrn Leyendecker von der “sueddeutschen” abgewertet.

“Verschwörungsjunkies behaupten sogar, es könne sich nur um eine in Diensten des Staates stehende Person gehandelt haben, die irgendeine Art der Verflechtung der Zwickauer Terrorzelle mit dem Staat verdecken wollte. Man werde doch noch Fragen stellen dürfen, sagen solche Rauner, wenn sie um Indizien für ihre Theorien gebeten werden. Doch dann kommt nichts. Weiterhin spricht nichts für eine dritte Person am Tatort.” (Quelle: SZ)

Die Zeugen beschreiben, dass eine Person, kurz vor dem Brand, aus dem Wohnwagen geklettert und geflüchtet sei. Dies wird von der Generalbundesanwaltschaft dementiert.

“Berichte von einer dritten Person, die kurz vor dem Eintreffen der Polizei das Wohnmobil verlassen haben soll, verstummen im Eisenacher Neubaugebiet Wartburgblick dennoch nicht. (Quelle: Stern)

In der Tat wurde laut Medienberichten am 4.11. sogar mit einem Hubschrauber nach dieser dritten Person gefahndet (Quelle). Auch die Bild-Zeitung berichtet am 07.11. von “Zeugen”, die eine flüchtende Person sahen, und erwähnt eine Nachbarin, nach der diese Person “aus dem Führerhaus kletterte und die Flucht ergriff.” (Bild)

Im Wohnwagen fand das BKA eine DNA-Spur, die weder zu Böhnhardt, Mundlos noch zu Frau Zschäpe passt (spiegel). Eine identische DNA-Spur befindet sich auf einer Patronenhülse, “die von Hells Angels auf Bandidos abgefeuert wurde.” (tagesspiegel).

Anwohner vermuten, dass Mundlos und Böhnhardt bereits tot waren, als das Wohnmobil erneut in ihrem Wohngebiet parkte (Quelle). Einigen Anwohnern wäre das Wohnmobil bereits am Tag vor dem Überfall, am Donnerstag aufgefallen …

“… es ist mittags auf und ab gefahren”, sagt eine Frau. Darüber habe sie sich noch gewundert. Am frühen Freitagmorgen soll der Caravan auch noch an Ort und Stelle gestanden haben, gegen 9 Uhr aber nicht mehr. Später jedoch parkte er wieder hier.” (Quelle: Thüringer Allgemeine)

7. Frau Zschäpe

7.1. Wer informierte Frau Zschäpe?

Frau Zschäpe hätte noch am 04. November die Angehörigen telefonisch von Böhnhardts und Mundlos Tod informiert:

“Jena. Es ist Freitag, der 4. November. Gegen Mittag meldet sich Beate Zschäpe per Telefon – erst bei Familie Mundlos, später bei den Böhnhardts. Nur eine knappe Botschaft: Die Söhne sind tot. Erschossen in einem Wohnmobil nahe Eisenach.” (Quelle: Thüringer Allgemeine )

Es gibt keine Erkenntnisse, auf welchem Weg und von wem Frau Zschäpe über die Vorkommnisse in Stregda informiert wurde. Das ist seltsam, da Telefonate zwischen Mundlos / Böhnhardt und ihr nachvollziehbar sein müssten. Der Bundesgerichtshof schreibt lapidar, dass Zschäpe …

“Von diesen Ereignissen auf unbekanntem Wege in Kenntnis gesetzt (…).” (Quelle: BGH)

… wurde. Dann hätte sie die Angehörigen informiert …

“Von diesen Ereignissen auf unbekanntem Wege in Kenntnis gesetzt – jedenfalls informierte sie die Angehörigen von Böhnhardt und Mundloskurz darauf telefonisch von deren Tod – (…).” (Quelle: ebd)

… und anschließend die Wohnung angezündet.

“(…) entschloss sie sich, die Gegenstände (…) verblieben waren (…) durch Brandlegung zerstörte.”(Quelle: ebd)

Jedoch widersprechen die Eltern von Böhnhardt, sie wären erst am 05. November von Frau Zschäpe benachrichtigt worden. Die zeitliche BGH-Darstellung (“kurz darauf”) ist irreführend. Laut der Aussage der Mutter von Uwe Böhnhardt beim BKA hätte Zschäpe ihr mitgeteilt, “dass die beiden sie angerufen“ hätten, mit dem Auftrag, sie über das Schicksal ihres Sohnen zu informieren. (Quelle: Karl Nolle).

Beate Zschäpe: “Frau Böhnhardt, der Uwe kommt nie mehr zurück.”

Frau Böhnhardt: “Ist der Uwe tot?”

“Ja, der Uwe ist tot, er kommt nicht wieder zurück.”

“Wann? Warum?”

“Die beiden Jungs haben sich das Leben genommen, sie haben keinen Ausweg mehr gesehen und wollten aber auch nicht ins Gefängnis gehen. (…)

Frau Böhnhardt, es tut mir so unheimlich leid, aber die beiden Uwes haben mich beauftragt, noch einmal einen letzten Gruß den Eltern zu schicken.” (Quelle: SPON)

Als das NSU-Wohnmobil in Stregda mit den toten Böhnhardt und Mundlos “gegen 12:00″(Quelle: TZ ) zu brennen anfing, surfte Frau Zschäpe noch im Internet. Bereits um 10:34 machte sie ihren Laptop auf und fängt zum surfen an:

“Die spätere Auswertung des Internetprotokolls ergibt, dass Zschäpe bis 12.43 Uhr die Seiten mehrerer Zeitungen und Radiostationen aufruft und dort nicht etwa nach dem Polizeibericht, sondern nach Meldungen über Autounfälle am Vortag sucht. Wusste sie vielleicht gar nichts von dem geplanten Bankraub in Eisenach?

Zschäpes Recherche scheint ergebnislos zu verlaufen, jedenfalls beginnt sie, auf anderen Seiten zu surfen. Um 13.05 Uhr gibt sie „Natürliche Mittel gegen Übelkeit“ als Suchbegriff ein, dann „Greenpeace“ und „Gegen Pelze“. Der letzte Seitenaufruf erfolgt um 13.26 Uhr, da sucht sie nach „Biobauern in Zwickau“. 54 Minuten später, um 14.20 Uhr, schaltet sie den Laptop laut Verlaufsprotokoll aus. Gegen 15 Uhr verlässt sie in großer Eile die Wohnung, die wenig später in Flammen aufgeht. ” (Quelle: BZ)

Falls Frau Zschäpe wirklich seitens ihrer Freunde über die Schwierigkeiten und deren eventuellem Selbstmord benachrichtigt wurde, stellt sich die Frage: Warum sollte sie sich anschließend noch mindestens 1,5 Stunden im Internet tummeln, nach “Biobauern in Zwickau” suchen. Um 13:26 sucht sie noch nach Biobauern, dann hören offenbar ihre Internet-Aktivitäten auf. Sie schaltet die mögliche Informationsquelle um 14:20 aus! In dieser Zeit dürfte sie bereits die Brandstiftung und ihre Flucht vorbereiten.

Damit ist die drängende Frage, wer Frau Zschäpe vom (zugeschriebenen) Selbstmord ihrer Freunde informierte. Frau Zschäpe richtete der Familie Mundlos aus, dass Böhnhardt und Mundlos ihren Wohnwagen “in die Luft gesprengt” hätten, wegen “der Sache, die gestern in Eisenach passiert sei, das mit dem Banküberfall”.(Quelle: mdr).

Im Wohnwagen war in der Tat der Gas-Herd aufgedreht, jedoch kam es trotzdem zukeiner Explosion.

“Aufgedrehte Gashähne, Das Wohnmobil von Mundlos und Böhnhardt brannte zwar, explodierte aber nicht. (…) Offenbar wollte ein Terrorist vor seinem Suizid das Fluchtauto sprengen”. (Quelle: Focus)

Wie kam Frau Zschäpe an diese explosive Falschinformation?

1. Frau Zschäpe erhielt diese Falsch-Meldung, da sie weiter in den Medien herum-geisterte. Interessanterweise berichtete Welt.de sogar noch am 08.11.11:

“Wohnwagen explodierte nach Banküberfall” (welt)

Es kann also möglich sein, dass Frau Zschäpe am 05.11. einer Falschinformation aufsaß.

2. Frau Zschäpe wurde persönlich informiert über das explosive Vorhaben entweder von ihren beiden Freunden oder eines Mitwissers. Wer war diese Person?

Ist die unbekannte vierte Person André Kapke?

Laut eines Focus-Berichtes wurde ermittelt, dass …

“… sich ein Handy mit der auf André Kapke registrierten Handynummer an jenem 4. November 2011 zwischen 13 Uhr 54 und 14 Uhr 06 in einer Mobilfunkzelle nahe des Wohnmobils in Stregda bei Eisenach eingewählt [hätte].

Der Tod der beiden Männer ist für 12 Uhr 05 an diesem Tag dokumentiert. Mit seinem Handy, so der FOCUS, soll Kapke zwar keinen Telefonanruf getätigt, dafür aber eine Internetverbindung zu Zschäpe hergestellt haben.” (lichtstadt)

Kapkes Anwalt, Hendrik Lippold, spricht von einem Zufall, “die fragliche Mobilfunkzelle läge nahe an der Autobahn A 4, auf der sein Mandant an diesem Tag unterwegs gewesen war.” Auch die Bundesanwaltschaft sieht keine Mittäterschaft Kapkes im “NSU”, es heißt:

“Ermittlungen deuten (…) auf einen unverfänglichen Grund für den Aufenthalt des Beschuldigten in dieser Funkzelle hin und haben den Tatverdacht mithin relativiert.” (ebd)

Verklebtes Handy

Wie hätten Böhnhardt oder Mundlos telefonisch Zschäpe oder einem Dritten ihr Vorhaben ausrichten sollen? Es wurde zwar ein Handy im Wohnmobil gefunden, jedoch …

“Zwischen Handy-Akku und Handykontakten war ein Klebestreifen befestigt. Dies verhinderte die Stromzufuhr zwischen Akku und Handy.” Nach MDR-Informationen aus Polizeikreisen haben Mundlos und Böhnhardt so verhindert, dass sie über das Mobiltelefon geortet werden konnten (Quelle: mdr).

Offenbar ergab die Auswertung dieses Handy nichts brauchbares, weil keinerlei Meldungen darüber vorhanden sind.

7.2. Fahndung nach “Susann”

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Staatsanwaltschaft in Zwickau und die sächsischen Ermittler am 09.11.11, dass die Frau, die im näheren Wohnumfeld in der Frühlingsstraße unter dem Vornamen “Susann” bekannt war, noch kurz vor der Explosion beim Verlassen des Hauses gesehen wurde. “Nach ihr wurde gefahndet, gestern hat sie sich gestellt.” Weiter richtete die Kriminalpolizei zur Aufklärung eine mit 20 Beamten besetzte Sonderkommission mit dem Namen “Capron” ein. Die soll auch herausfinden, ob die Männer für weitere Überfälle neben dem in Arnstadt verantwortlich gewesen sein können. Demnach sollen alle ungeklärten Überfälle, an denen in der Vergangenheit zwei Täter beteiligt waren, überprüft werden.

Dagegen sagte der leitende Thüringer Zielfahnder Seven Wunderlich im Bundestag-Untersuchungsausschuss aus. Ihm hätte Jürgen Dressler, Chef der Ermittlungsgruppe Terrorismus/Extremismus (EG Tex), gesagt, dass …

… er schon am 4. November abends über die Identität der Toten [Böhnhardt, Mundlos] aufgeklärt worden sei.” (jw)

Bereits am 05.11.11 hätte die Polizei in Gotha “Informationen zu allen heute vom NSU-Ermittlungsverfahren Betroffenen (…) an die White­boards pinnen können”. (jw)

Laut Aussage des pensionierte Thüringer Verfassungsschützers Herrn Wießner hätte“Kurz nach Auffinden der Leichen von Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011″der Leiter der Polizeidirektion Gotha bei ihm angerufen.  “Der Leiter habe ihm von den beiden Toten erzählt und ihn gefragt, ob er wisse, wo Zschäpe sei.” Die Zeit kommentiert:

“Die Episode ist rätselhaft. Bevor die Leichen von Böhnhardt und Mundlos gefunden wurden, lebte das Trio bereits 13 Jahre im Untergrund, von den Fahndungslisten war es längst verschwunden. Wie konnte also ein einfacher Polizeidirektor so schnell die Verbindung von zwei männlichen Toten zu Beate Zschäpe herstellen?” (zeit)

7.3. Anrufe vom sächsischen Innenministerium

Die Auswertung von Frau Zschäpes Handy-Verbindungen vom 04.11. ergibt folgendes:

Etwa 1 Stunde nach dem Brand in ihrer, gegen 16:32, meldete sich das erste Mal das sächsische Innenministerium: “Der gleiche Anrufer probiert es Stunden später, nämlich um 21.06 Uhr noch einmal. Vergeblich. Zschäpe nimmt nicht ab.”(Quelle: stern)

Zwischen 16:32 und 21:06 wurden weitere Anrufe vom Innenministerium registriert, jedoch ausgehend von einem anderem Handy. Laut Ministeriums-Sprecher Hofner hätte“dieser Anschluss trotz der Kennung für das Innenministerium zur Polizeidirektion Südwestsachsen gehört.” Es würde sich um ein “ganz normales Diensthandy” handeln. Dies wird von der sächsischen Abgeordneten Köditz bezweifelt, da niemand an das Handy ging, als sie “vier Tage lang zu unterschiedlichen Zeiten” dort anrief. “Wäre es ein normales Diensthandy, müsste es auch erreichbar sein.” Die Linken-Politikerin:

“Inzwischen bin ich an einen Punkt gelangt, an dem ich mich nicht mehr auf Behauptungen verlasse. Man möge mir endlich Beweise vorlegen.”

Weitere Rätsel geben zwei weitere Kontaktversuche ausgehend von nicht identifizierbaren “Null-Nummern”:

Laut BKA-Papier bemüht sich ein Anrufer um 18.07 Uhr, und noch einmal um 18.24 Uhr per Handy um eine Verbindung. Das Bundeskriminalamt schreibt in seinem Bericht, die Anschlussinhaberfeststellung habe eine “Nullauskunft” ergeben. Dieser Anrufer sei deshalb nicht zu ermitteln.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft, die in dem Verfahren die Ermittlungen führt, erklärt hingegen gegenüber stern.de: “Es gibt keine Nullauskunft. Wir haben alle Anrufe an diesem Tag zuordnen können.” (Quelle: ebd)

Zeitlich dazwischen rief sie auch noch die Polizei an :

“Um 17.50 Uhr versuchte die Polizeidirektion Südwestsachsen aus Zwickau das von Zschäpe benutzte Handy zu erreichen. (…) 18.13 Uhr wählte wieder jemand aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Südwestsachsen die Zschäpe-Nummer.” (Quelle: Neues Deutschland).

Laut Innenministerium rührten die vielen Anrufe aus der Sorge um Frau Zschäpe. Nachdem eine Nachbarin Frau Zschäpes Nummer Polizei-Beamten vor Ort gab, versuchte man festzustellen, “ob die Frau noch lebt, und um ihr gegebenenfalls von der Explosion berichten zu können.” (Quelle: stern)

Warum wird Frau Zschäpe noch von Anrufer(n), deren Handy auf das Innenministerium zugelassen ist, angerufen, obwohl die zuständige Polizeidirektion Südwestsachsen sich längst um den Fall kümmert?

7.4. Zerstörung von Beweismaterial?

Es kann als gesichert angenommen werden, dass Frau Zschäpe die Wohnung anzündete. Das ergab eine Untersuchung ihrer Socken (Quelle: Die Welt), die sie offenbar während ihrer Flucht nicht wechselte.

Hierzu brachte sie noch am selben Tag gegen 15.00 Uhr aus  einem Kanister Ottokraftstoff auf dem Fußboden der Wohnung aus, entzündete diesen und verließ sodann das Gebäude (Quelle: BGH).

Der Grund der Brandstiftung wäre laut Darstellung des Bundesgerichtshofes, die Zerstörung von Beweismaterial zur Vereitlung ihrer Strafverfolgung:

“(…) befürchtete nun auch die Beschuldigte, im Zuge der anstehenden Ermittlungen werde ihre Mitgliedschaft in der für die beschriebenen Straftaten verantwortlichen Vereinigung offenbar. Um dies zu verhindern, entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der (…) Wohnung (…) verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte.” (Quelle: BGH)

Der Widerspruch in der Urteilsbegründung ist, dass Frau Zschäpe am 05. November die NSU-Bekenner-DVDs zur Post gebracht haben soll, statt sie wie am Tag davor als Beweismaterial zu verbrennen.

“Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden.” (Quelle: BGH)

Das gleiche paradoxe Verhalten hätten die beiden Herren im Wohnmobil an den Tag gelegt: Bevor sie sich selbst erschossen hätten, hätten sie ihn in Brand gesetzt. Warum? Um Beweismittel zu vernichten? Warum packten die beiden Herren dann überhaupt die belastenden Beweismittel in ihren Wohnwagen, der ja erst kurz vor dem geplanten Eisenacher Banküberfall angemietet wurde?

7.5. Zschäpes Flucht

Zschäpe fuhr nach der Brandstiftung am 04.11. erst nach Chemnitz, Leipzig und Eisenach und dann mit der Bahn weiter nach Bremen und Magdeburg (Quelle: taz).

Selbstmord-Absicht bei Beate Zschäpe?

Am 07. November wäre Frau Zschäpe “vermutlich aus Unachtsamkeit” fast von einer Straßenbahn erfasst worden, eine Frau riss sie im letzten Moment zurück.(Quelle: Focus)

Am 08. November “um 8.49 Uhr wählt sie in Jena die Nummer 110, um sich zu stellen. Es meldet sich ein Herr E., der mit dem Namen Zschäpe nichts anfangen kann.”

“Von welcher Behörde sind Sie denn?”, fragt er. “Ich bin diejenige, weswegen Sie hier sind”, antwortet Beate, die denkt, sie werde verfolgt. “Weswegen der Einsatz ist.” –“Was denn für ein Einsatz?”, fragt E. zurück. In gereiztem Ton sagt Zschäpe noch: “Ja, okay, dann ist gut”, und legt auf (welt).

Bevor sie anschließend zum Polizeipräsidium geht, suchte sie sich einen Rechtsanwalt. Sie bat den Juristen, sie zur Polizei zu begleiten. Sie wolle sich „wegen einer Brandstiftung“ stellen (Quelle: Focus).

War Zschäpe nicht beteiligt?

In der Tat wird Frau Zschäpe teilweise entlastet: Auf folgende Frage des Innenausschuss-Vorsitzenden, CDU-MdB Bosbach an den Bundeskriminalamts-Präsidenten Ziercke …

“Herr Ziercke, noch eine Zwischenfrage: Gibt es zum jetzigen Zeitpunkt Erkenntnisse darüber, ob Frau Zschäpe jemals an einem Tatort war, bei zehn Morden oder 14 Banküberfällen?”

… antwortet Ziercke am 21.11.2001:

“Nein, die Erkenntnis haben wir bisher nicht; deutlich nicht. (Quelle: zgtonline)

Frau Zschäpe schweigt zu allen Vorwürfen. Der Grund dafür wäre laut ihrem Anwalt Herrn Heer, dass die Bundesanwaltschaft nur höchst beschränkte Akteneinsicht gewähre. Heer: „Akten aus den Mordermittlungen liegen uns überhaupt nicht vor.“ Die Anwälte“rügen in Schriftsätzen Vorverurteilungen der Staatsanwälte, weisen auf falsche Berichterstattung hin” (welt). Die Bundesanwaltschaft wies die Vorwürfe des Anwaltes zurück. Den Verteidigern lägen alle Unterlagen vor, die ihnen von Gesetzes wegen zu-stünden.

Darüber-hinaus beschwerte sich Zschäpes Anwalt, dass seine Mandantin in einer Einzelzelle sitze, in der Tag und Nacht das Licht brenne. Die Begründung wäre, dass Zschäpe suizid-gefährdet sei. Heer: „Dafür sehe ich jedoch keine Anzeichen.” (Quelle: Tagesspiegel) Ein Grund ihrer Isolationshaft sei, dass dies “zu ihrem Schutz” geschieht. Es seien “etliche Insassen mit Migrationshintergrund” im Gefängnis; die Leitung befürchtet Übergriffe auf die Rechtsextremistin (welt).

8. Der NSU-Bekennerfilm – Verteilung durch Frau Zschäpe?

Im Bekennerfilm sind weder Böhnhardt noch Mundlos noch Zschäpe zu sehen oder zu hören. Der Film besteht aus zusammen-geschnittenen Tatort-Fotos, Medien-Berichten und Paulchen Panther Trickfilmen. Paulchen Panther kommentiert hämisch die schrecklichen Bilder (Quelle: Antifa). Der Film würde beweisen, dass die “Ceska-Mordserie”, die Bombenanschläge einen rechtsextremistischen Hintergrund hätten.

Während ihrer Flucht vom 04.11-08.11 hätte Zschäpe in verschiedenen Orten Umschläge mit Bekenner-Filmen aufgegeben – eine terroristische Selbstbezichtung! Doch welche Beweise gibt es, dass Frau Zschäpe die Bekenner-DVDs zur Post brachte? Auf den Umschlägen wäre keine DNA gefunden worden heißt es aus Sicherheitskreisen (Quelle: taz).

Die unbekannte vierte Person

Zwei dieser Filme gelangten auch zur Nürnberger Zeitung, ein zweites zur Kommunistischen Arbeiterzeitung (KAZ).

Der KAZ wurde dabei ein unfrankierter Umschlag mit dem Video in den Briefkasten geworfen. Da Zschäpe nach dem 4. November aber nicht in Nürnberg war, muss eine bislang unbekannte Person den Film eingeworfen haben.” (Quelle: FR)

9. Der NSU-Bekennerfilm – wessen Werk?

Laut des Lichtstadt-Blogs hätten die Sicherheitsbehörden in der ausgebrannten Wohnung ein “auf Papier verewigtes Drehbuch” gefunden, die Handschrift hätte Mundlos zugeordnet werden können. Mundlos wäre “die treibende Kraft” und hätte “sich viel selbst beigebracht über Videoerstellung und elektronischen Schnitt”. Professionelle Unterstützung hätte er von André E. erfahren (lichtstadt).

Laut der sueddeutschen.de wären sich die Ermittler sicher, dass ein André E. an der Film-Produktion beteiligt war. Er wurde Ende November 2011 festgenommen. Er hätte bis vor wenigen Jahren die Videoproduktionsfirma “Aemedig” betrieben, die auf die Aufbereitung von Filmen und Videos spezialisiert war. Außerdem: “In den Trümmern des ausgebrannten Hauses fanden die Fahnder Flyer dieser Firma.” (Quelle: SZ)

Auf E. Computer fanden Ermittler laut seines Anwaltes jedoch keine Beweise, dass er den Bekennerfilm erstellte:

“Es gibt keine harten Beweise gegen meinen Mandanten”, kritisiert E.s Anwalt Herbert Hedrich. Die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft beruhten “lediglich auf einer Summe von Vermutungen”. (Quelle: SPON)

Im Juni 2012 hob der Bundesgerichtshof den Haftbefehl gegen Andre E. schließlich auf, es bestünde kein dringender Tatverdacht, dass er den Bekennerfilm ausgearbeitet hätte.

Daher stellt sich die Frage, wer den Film erstellte, denn laut des Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs verfüge …

“Im Umfeld des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (…) – aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit – allein der Beschuldigte über die erforderlichen Fähigkeiten. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe seien selbst nicht in der Lage gewesen, die Videosequenz herzustellen (Quelle: BGH).

Im Jahr 2007 wäre der Film fertig gewesen (ND).

10. Waren Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe selbst Informanten?

Siehe: NSU – Wer war alles Verfassungsschutz-Informant?

11. Thüringer Heimatschutz (THS)

Siehe: Der Thüringer Heimatschutz – eine Geheimdienst-Operation?

12. Das Versagen des Verfassungsschutz – trotz Informanten

Siehe: Sicherheitsbehörden: “Auf dem rechten Auge blind” 

13. Weitere, offene Fragen

13.1. Banküberfälle – aber welche und wie-viel Beute?

Medienberichte, die sich auf Aussagen von Ermittlern stützen, berichteten seit November 2011, dass das Trio seit 1999 insgesamt 14 Geldinstitute überfallen und umgerechnet rund 600.000 Euro erbeutet hätte (Quelle: taz). Jedoch dementierte die Bundesanwaltschaft Ende Januar 2012 indirekt diese Berichte.

“Tatsächlich sind aber nur drei Banküberfälle Gegenstand des Ermittlungsverfahrens gegen die mutmaßlichen NSU-Aktivisten, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft auf Anfrage bestätigte.” (Quelle: FR)

Zwei Banküberfälle in Arnstadt und Eisenach aus dem Jahr in Thüringen und einer 2006 in Zwickau. In Zwickau wurde am 05.10.2006 eine Sparkasse überfallen seitens einer Einzelperson. Ein Auszubildender erlitt einen Bauchschuss, die Bankräuber gingen leer aus. Zudem werden die Überfälle am 7. September 2011 in Arnstadt und am 4. November in Eisenach dazu, bei denen insgesamt 90.000 Euro erbeutet wurden (Quelle: FR).

“In dem ausgebrannten Fahrzeug wurde auch die Beute des Banküberfalls in Eisenach und die des Raubs in Arnstadt entdeckt. Die Summe stimme in etwa mit der Beute beider Straftaten überein, so der Kriminaldirektor. Einige der Geldbündel sollen noch immer Banderolen mit Stempeln der Sparkasse Arnstadt getragen haben.” (Quelle: TH)

Laut Frankfurter Rundschau wären jedoch im ausgebrannten Wohnmobil mehr Geld gefunden worden, rund 111.000 Euro! Die Frage ist, woher das zusätzliche Geld, 21.000 Euro, stammt!

In dem ausgebrannten Wohnmobil fanden sich 110 000 Euro Bargeld, zum Teil mit Banderolen. So konnten sie früheren Banküberfällen von 2008 zugeordnet werden.” (Quelle: FR)

Auch der mdr bestätigt, dass “mehr als 100.000 Euro” im Wohnwagen gefunden wurden.

“Die SoKo vermerkte, dass “an verschiedenen Orten im Wohnmobil Bargeld gefunden wurde”, darunter 71.915 Euro aus dem Banküberfall in Eisenach, weitere 20.000 Euro in Bündeln mit der Beschriftung “LZB” (Landeszentralbank) und 3.000 Euro mit Banderole der Sparkasse Arnstadt, offenbar aus dem Bankraub am 7. September, sowie zweimal 5.000 Euro und einmal 6.000 Euro, eingeschweißt in Folien.” (Quelle: mdr)

Darüberhinaus wären im ausgebrannten Wohnhaus “weitere Geldbanderolen von Banküberfällen in Sachsen” gefunden worden (Quelle: FR).

Warum wurde Geld von Banküberfällen gefunden, die jedoch dem NSU gar-nicht zugeordnet werden können? Warum soll der NSU Geld aus einem vorherigen Banküberfall (Arnstadt) und noch früheren Überfallen zum nächsten Banküberfall (Eisenach) mitnehmen? Das Wohnmobil wurde erst nach dem Arnstädter Überfall angemietet. Warum packte der NSU zusätzlich noch Kiesewetters Dienstwaffe ins Wohnmobil?

Zusatz: Im Wohnmobil wurden 23.000 Euro gefunden – in einem vom Feuer unbeschädigten Rucksack. Der Rucksack lag auf einer verschmorten Sitzbank. Von anderen Geldfunden im Wohnmobil schreibt die StN nichts. Wo befand sich das andere geraubte Geld? (StN)

Während der Bundesgerichtshof (Beschluss vom 28.02) Frau Zschäpe die Beteiligung an einem einzigen Banküberfall vorwirft (BGH), geht der Generalbundesanwalt Range sogar von 16 begangenen Banküberfällen aus.  Am 25.03. gab er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview und ordnete 16 Banküberfälle dem NSU zu.

“Soweit wir das heute sagen können, hat die Terrorzelle sich das Geld zum Leben aus Banküberfällen verschafft. Die rund 600.000 Euro, die sie dabei über die Jahre erbeutet haben, reichten wohl aus, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.” (Quelle: FAZ)

13.2. NSU-Geldquelle

Da sich der NSU anscheinend erst ab 2011 durch Banküberfälle finanzierte, stellt sich die Frage, wie deren aufwendiger Lebensstil finanziert wurde.

“Angemeldet hatten sich Beate Zschäpe und ihre Freunde auf dem Campingplatz immer unter den Namen ihrer Unterstützer Susanne und André E. sowie Holger G. Gebucht wurde stets für vier Personen, obwohl sie nur zu dritt anreisten. Das war zwar etwas teurer, weil der Satz für die Benutzung der Sanitäreinrichtungen und die Kurtaxe damit höher lag.Aber Geld spielte für das Trio, das sich nach der Anreise auf dem Campingplatz Liese, Max und Gerry nannte, offenbar keine Rolle.” (Quelle: BZ).

“Insgesamt 56 Mal wurden Fahrzeuge gemietet, fast immer Wohnmobile. Davon 53 mit Ausweisen von drei Personen, von denen zwei inhaftiert sind.Das alleine dürfte wenigstens 60.000 Euro gekostet haben.” (Quelle: FAZ)

Darüber hinaus berichtete die sueddeutsche, dass …

“… die Zwickauer Terrorzelle Aktionen von Rechtsradikalen in Deutschland gesponsert hat. Mundlos soll Geldbriefe an Gesinnungsgenossen zur freien Verfügung geschickt haben.” (Quelle: SZ)

Angenommen das Trio hätte wirklich durch Banküberfälle 600.000 Euro erbeutet, wie-viel Geld hatten sie, um im Untergrund zu überleben? Abzuziehen von den 600.000 Euro wären die Geldfunde im Wohnwagen (115.000 Euro) bzw. Wohnung (unbekannt), die Mietkosten der Wohnmobile (60.000 Euro), die brieflichen Geldzahlungen an Unterstützer (unbekannt). Vielleicht bleiben 400.000 Euro übrig, die das Trio in den 12 Jahren zu Verfügung hatte. Das wären etwa 1000 Euro pro Monat und Person.

14. Die Tatwaffe der “Ceska-Morde”

14.1. Identifizierung der Ceska-Mordwaffe

In der ausgebrannten Zwickauer Wohnung wurden rund 1 700 Gegenstände sichergestellt.

Darunter wären laut Aussage [vom 21.11.2012] von  BKA-Chef Ziercke “elf Schusswaffen”, die jedoch durch die “Explosion und das Feuer in der Wohnung schwer beschädigt” wären. Das würde eine “eindeutige Identifizierung” erschweren.  Jedoch, schränkte er ein, wäre die Feuerwaffe der “Döner-Morde” “eindeutig identifiziert” worden (mdr). Wie konnte dies Ziercke behaupten, wenn die Waffennummer abgeschliffen war? Erst Ende Januar 2012 konnte sie durch ein “modernes Analyseverfahren” identifiziert werden (Focus). Anscheinend konnte die Ceska durch ein ballistischen Gutachten identifiziert werden.

Im Gegensatz zu den beschädigten Waffen konnte in der ausgebrannten Wohnung und im verbrannten Schutt- und Asche-Haufen Computerausdrucke, Stadtpläne (taz) und“private Bilder der Neonazifamilie E. samt Einladungsschreiben zum Hitlerjugend-Lieder-Singen” (taz) gefunden werden.

Für die polizeiliche Ermittlung ist es von großer Bedeutung zu klären, woher die (angebliche) Ceska-Mordwaffe stammt und wie sie zum NSU gelangte:

14.2. Der Ceska-Lieferant Carsten S.

siehe: Portrait des Ceska-Lieferanten Carsten S.

Zwar ist der geständige Lieferant der Tatwaffe, Carsten S., ermittelt worde, jedoch ist es laut Ziercke “nur schwerlich” möglich, den Weg der Waffe zum Trio “belastbar zu belegen”zu können.

“Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass die Waffe nicht unmittelbar zum Trio gelangt ist und die Zwischenstationen aufgrund fehlender Aussagebereitschaft teilweise noch im Dunkeln liegen.”(BKA)

Status quo

Im Moment untersucht der Generalbundesanwalt Range die Vorkommnisse. Viele wichtige Fragen von Parlamentariern werden nicht von den Innenministern beantwortet, um die fortlaufende Untersuchung nicht zu gefährden. Der Ausschußvorsitzenden des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages, CDU-MdB Bosbach, soll im Untersuchungsausschuss dieses Vorgehen folgendermaßen kommentiert haben:

“Die was wissen, die kommen nicht, die kommen, wissen nichts, und die, die was wissen und dennoch kommen, sagen uns nichts.” (Quelle)

Darüberhinaus beschwerte sich der Ausschuss Anfang März 2012, dass er 4 Wochen nach Ausschuss-Eröffnung noch immer keine einzige Akte bekommen hätte:

Kommissionsmitglied Ehrhart Körting (SPD) sagte, es seien Akten aus Thüringen und Sachsen angefordert worden. Bislang habe sich das Gremium mit den gesetzlichen Grundlagen der Verfassungsschutzbehörden befasst. „Aber jetzt muss ein bisschen Butter bei die Fische kommen“, mahnte der frühere Berliner Innensenator. Körting bekräftigte, dass die Kommission Akten wolle und keine zusammenfassenden Berichte (Quelle: FAZ).

Fazit:

Es erscheint, als ob die Zeit benützt wird, Beweise einer Mitwirkung von “Verfassungsschützern” in den NSU-Terror zu vertuschen.  Dieser Verdacht wird dadurch erhärtet, dass wichtige Unterlagen für lange Zeit nicht veröffentlicht werden („VS-Einstufung endet mit Ablauf des Jahres 2041“) (Quelle: die Welt).

Eine Vertuschung kann allein deshalb nicht ausgeschlossen werden, wenn man einen Blick auf ein Schlüsselereignis bundesdeutscher Geschichte wirft:

Der Tod des Benno Ohnesorg
Der Student Benno Ohnesorg soll von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras durch einen aufgesetzten Schuss in den Hinterkopf getötet worden sein. Nach fast vierzig Jahren deutet vieles darauf hin, dass sowohl die West Berliner Polizei wie auch der Staatsschutz den Todes-Schützen Kurras (erfolgreich) deckten, so dass er sich auch Notwehr berufen konnte; er wäre mit Messern bedroht worden. Die West Berliner Polizei manipulierte Beweismaterial:

„Nach den Todesschüssen hatte der Staatsschutz die Foto-Negative beschlagnahmt“.

Nachdem der Staatsschutz sämtliche Foto-Negative beschlagnahmte, wurde Kurras aus den Fotoaufnahmen heraus-geschnitten.  Es wurden Akten gesäubert und Falschaussagen verbreitet wie etwa vom Polizei-Einsatzleiters Starke; er hätte Kurras nicht gesehen. (Quelle: SPON)

Bizarr: Bei der “Obduktion” von Ohnesorgs Leiche wurden sogar Knochen-Splitter um das Einschussloch herum entfernt, um anschließend das Einschussloch zuzunähen. “Im Totenschein ist als Todesursache angegeben: “Schädelverletzung durch stumpfe Gewalteinwirkung.” Laut Spiegel-Online würde darüberhinaus “eine neue Auswertung alter Filme und Fotos mittels hochauflösender Abtastung” zeigen, dass ein “Mann mit ruhigen Schritten in Richtung Ohnesorg” ginge, “während sich in seiner Hand ein pistolenförmiger Gegenstand abzeichnet. Die Ermittler stellten dazu fest: “Die Konturen legen dabei nahe, dass es sich um Kurras handelt.” (Quelle: SPON)

Quelle: Friedensblick.de

 

2 Kommentare

  1. Hermann Gärtner · · Antworten

    Das alles macht auf der Folie „Ausländerfeindlichkeit“ keinen Sinn.

    Nimmt man die Beamtin Kiesewetter vorerst aus der Liste der Opfer, dann haben alle eines gemeinsam, es sind kleine, selbständige „Krauter“. Sie sind intergriert und arbeiten auf eigenes Risiko. Absolut geieignet als potentielle Opfer für Schutzgelderpressungen mafiöser Organisationen.
    Stellt man sich nun beide, Mundlos und Böhnhardt, die Rolle von Zschäpe dabei ist unklar, als professionelle Killer im Dienste einer oder mehrerer mafiöser Organisationen vor, dann beginnt das alles einen sinnvollen Zusammenhang zu bekommen, auch und besonders ihre Einkommensverhältnisse.

    Es würde auch erklären, warum der Verfassungsschutz untätig blieb, denn organisierte Kriminalität interessiert den Verfassungschutz nicht. Es gibt meines Wissens nach keine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Kriminalpolizei und Verfassungsschutz in dieser Hinsicht.
    Die Ermittlungen der SOKOs um Umfeld der Opfer gestalten sich schwierig bis unlösbar, denn keiner der zahlt, wird irgend jemanden darüber berichten. ich betone, dass die Opfer, Opfer der org. Krim. waren und nicht Mitglieder, auch wenn der eine oder andere zu Dienste hatte sein müssen. Die Schutzgeldgeschichten müssen in einem absoluten Dunkelfeld sich abspielen und das tun sie auch ganz hervorragend.
    Es gibt meines Wissens nach kaum Anzeigen. Das kann nur funktionieren, wenn die Opfer einem gigantischen Druck ausgesetzt sind. Wenn eine Laden, eine Kneipe, in die Luft fliegt und alles schreit: „Terroranschlag, ausländerfeindlich“, so wissen doch alle Adressaten, um die wahre Bedeutung dieser „Nachricht“. Ebenso die Morde an seinesgleich, die in der Zeitung bundesweit erscheinen.

    Die „Hinrichtung“ der Kollegin Kiesewetter, ihr Kollege hat ja gerade noch überlebt, war ein deutliches Zeichen an den Verfassungsschutz, dem die Sache doch langsam zu viel wurde, was der NSU zu Ohren gekommmen sein muss. Bei der V-Manndichte rechts, sicherlich ohne Probleme möglich. Die Botschaft der NSU war mehr als deutlich: „Wir finden jeden und schrecken nicht davor zurück, Unbeteiligte, Frauen, Polizeibeamte umzulegen!“ Kiesewetter stammte aus der Heimat der NSU, arbeitete in einem anderen Bundesland, und versah noch aussergewöhnlichen Dienst. Die „Nachricht“ kam an.

    Die größte Panne der gesamten polizeilichen Ermittlung, das ist schon vergessen, war die „Phantomfrau“. „Hochprofessionelle Profiler“ folgten einer DNA-Spur und lieferten die phantastischsten Interpretationen über Tathergang und die Täter(innen)beschreibung ab . Dass ein und dieselbe Person nicht zugleich in kleine Kioske in der Pfalz einbricht, Täterbeschreibung: männlich 20 Jahre, eine Polizistin erschießt und und und, kam der „Superprofilern“ nicht in den Sinn. Letztlich kam heraus, dass ein Arbeiterin die Röhrchen kontaminiert hatte. Eine mögliche Hypothese von Anfang an, die nicht angestellt wurde. So lief die Fahndung lange in eine absurde Richtung.

    Dass Zschäpe sich stellte und doch schweigt, spricht für die o.a. Hypothese, denn sie schwebt in akuter Lebensgefahr. Für das Strafmaß dürfte das Motiv keine Rolle spielen, nur dass sie als Mittwisserin ausländerfeindlicher Morde eine Überlebenschance hat.

    Der Prozess kann und darf in keine andere Richtung gehen, als in die er zur Zeit geht, denn sollte die o.a., Hypothese stimmen, dann würde offenbar, dass die organisierte Kriminalität sich längst schon verbreitet hat, analog der argentischen Ameise in Spanien und Protugal. Was nicht sein darf, das nicht sein kann!
    Zugegeben alles Hypothese, möglicherweise etwas verschwörungstheoretisch.

  2. baundus · · Antworten

    die herstellungsfirma der kontaminierten wattestebchen gab an, daß die entsprechende charge nicht für dnatests bestimmt wäre. Bei denen, wo sie dafür bestimmt waeren, waere eine kontamination ausgeschlossen.
    bestellt die polizei billigware?

    die aufstellung der mir erinnerlichen taten dieser phantomfrau weurde jedoch ganz gut in die ok/schutzgeld geschichte passen. wenn zeugenausschaltung, observierung von zukuenftigen tatorten etc. eingeschlsosen wird.

    die frau polizistin kiesewetter soll vor beginn ihres polizeidienstes einem bekanntenkreis angehörte haben, der sich mit den bekanntenkreisen der nsu-täter überschnitt. persoenliche bekanntschaft waere demnachnicht auszuschliessen.
    zudem war sie vor ihrem tod in einem benachbarten dienstbezirk als verdeckte ermittlerin im drogenmiljoe taetig.

    in den ersten berichten/zeugenberichten um die raf-ereignisse in bad kleinen tauchte auch eine zusätzliche person auf, die dann wieder verschwand. auch die meldungen über waffen, verhalten einzelner personen wurde im laufe der zeit immer mehr auf den von beginn an vermeldeten tathergang abgeglichen.

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