Archiv für den Tag 26. Juni 2013

Thüringer Allgemeine| Anwalt Alexander Kienzle: „Ich glaube nicht an eine Ballung von Zufällen“

Das Zitat „…Frieren bei 18 Plus Graden…“ aus dem Brief von Beate Zschäpe in Zusammenhang mit rechten Codewörtern zu bringen, ist für den Anwalt eher Spekulation. Foto: Martin Debes Anwalt Alexander Kienzle vertritt die Familie des Kasseler Mordopfers Halit Yozgat. Mit ihm sprach Martin Debes über den jüngst aufgetauchten Brief von Beate Zschäpe. Herr Kienzle, Sie […]

Gab es einen V-Mann des BKA im NSU-Umfeld? Etwa Ralf Wohlleben?

Interessante These eines Lesers auf dem Blog von Wolf Wetzel.  Nachfolgend die von ihm zusammen gestellten Ergebnisse: „Sehr geehrter Herr Wetzel, die Aufklärung beginnt ja erst – da haben Sie recht. Wohlan, hier ein zentraler Punkt des Rätsels. Eigene Recherche. Ralf Wohlleben war auch im November 2011 ein Spitzel des BKA, nicht nur bis 2002 […]

Focus| Das Innenleben von Zschäpes intimem Brieffreund

Der intime Brieffreund von Beate Zschäpe ist seit Jahrzehnten in der rechten Szene aktiv. Er sitzt im Knast, weil er bei einem Überfall auf einen Supermarkt einen Kunden schwer verletzte. Zschäpe schreibt ihm einen Liebesbrief mit wilden Fantasien. Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wollen die Nebenkläger auch den Brieffreund von Beate Zschäpe befragen. Einen […]

Noch ein V-Mann des Berliner LKA im Umfeld des NSU

Bericht von der Innenausschusssitzung des Berliner Senats vom 10.06.2013 Von Berlin rechtsaußen / apabiz Am Montag, den 10.06.2013, tagte erneut der Berliner Innenausschuss. Auf der Tagesordnung standen diesmal gleich drei Punkte mit NSU-Bezug. Dabei ging es vor allem um die seit Wochen angekündigte aber noch immer nicht realisierte Akteneinsicht zu V-Personen aus der Neonazi-Szene, sowie um […]

Protokoll 14. Verhandlungstag – 24. Juni 2013

Die neue Verhandlungwoche begann mit einer Erklärung und einem Beweisantrag des Nebenklage-Anwaltes Bliewier, der Kontakte zwischen den Neonazi-Szenen in Dortmund und Kassel beleuchten möchte –  vor allem ein Treffen 2006 im Rahmen eines Rechtsrockkonzertes in Kassel, bei dem auch V-Leute des Verfassungsschutzes sowie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt anwesend gewesen sein sollen. Die darauf folgenden […]

Thüringer Allgemeine| NSU-Prozess: Interview mit Nebenklage-Vertreter Alexander Kienzle

  „Ich glaube nicht an eine derartige Ballung von Zufällen. Es geht uns ausdrücklich um die Aufklärung der Zusammenhänge“, so Alexander Kienzle. Archivfoto: Sascha Fromm Erfurt. Kienzle vertritt zusammen mit Thomas Bliwier und Doris Dierbach von der Hamburger Kanzlei bdk die Angehörigen des Kasseler Mordopfers Halit Yozgat. Das Gespräch führte Martin Debes. Herr Kienzle, Sie sagen, […]

Cicero| VERFASSUNGSSCHUTZ – Das NSU-Versagen wurzelt in Bad Kleinen

VON ANDREAS FÖRSTER picture alliance Schon beim Polizeieinsatz gegen die RAF in Bad Kleinen patzte der Verfassungsschutz Nicht erst beim NSU versagten die Behörden massiv. Schon vor 20 Jahren endete eine Mission gegen die letzten RAF-Kommandanten in Bad Kleinen in einem Fiasko. Die Parallelen sind immens: Bis heute hat der Verfassungsschutz nichts gelernt Am 4. Juli […]

Wolf Wetzel| V-MÄNNER ALS STAATSANTEIL IM NSU-NETZWERK

Der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Neonazis hat am 6. Mai 2013 begonnen. Wie viele tatsächlich auf der Anklagebank sitzen müssten, führte auch Angelika Lex, Anwältin und gewählte bayerische Verfassungsrichterin, auf der Demonstration in München am 13.4.2013 aus: »Es fehlen vollständig die Verfahren gegen Ermittler, gegen Polizeibeamte, gegen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, gegen Präsidenten […]

Wolf Wetzel| Nagelbombenanschlag in Köln 2004

Am 9. Juni 2004 explodierte eine Nagelbombe in einer Geschäftsstraße in Köln, in der sich viele türkische Kleinläden, Restaurants und Geschäfte befinden. Die Bombe, mit 5,5 Kilo Schwarzpulver und ca. 800 Nägeln gefüllt, wurde auf einer viel frequentierten Straße deponiert, also mit dem Ziel, wahllos möglichst viele zu ermorden bzw. schwer zu verletzten. Um 15.56 […]

Zeit| Brandenburg: Ministerium verharmloste rechte Propaganda aus dem Knast

Im Knast konnten Neonazis in den neunziger Jahren Propaganda produzieren. Dies wurde damals vom Brandenburger Justizministerium wider besseren Wissens bestritten, mit Vorsatz. © DPA/Stephanie Pilick Drei Ausgaben der rechtsextremen Schrift „Der Weiße Wolf“ Der Justizminister war aufgeschreckt. Hans Otto Bräutigam machte seinen Beamten in Potsdam Beine. „Herr Minister bat fernmündlich um einen Bericht“, notierte ein […]