Wolf Wetzel| Erst verbrennen Akten, dann Zeugen


Erst verbrennen Akten, dann Zeugen …

Der Polizistenmord in Heilbronn 2007, der nicht

aufgeklärt werden darf (Teil II)

Dass im Fall der neun ermordeten Migranten vorsätzlich falsch ermittelt wurde, dass jedes Indiz in Richtung Neofaschismus für irrelevant erklärt wurde, dass Opfer zu Tätern gemacht wurden, erklären viele – auch der PUA-Abschlussbericht erwähnt dies – mit dem weitverbreiteten Rassismus.

Auch wenn dies näher an die Ursachen dieses Nichtaufklärungswillens heranreicht, als das Gerede von den Pannen, so hilft diese Erklärung nicht für die schier unglaubliche Nichtbereitschaft, den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn 2007 aufzuklären.

Mit geradezu halsbrecherischer Absicht wird indizien- und faktenfrei daran festgehalten, dass für den Mordanschlag die beiden toten NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verantwortlich seien, obwohl kein einziger Beleg dafür angeführt werden kann. Und gegen alle vorliegenden Fakten wird behauptet, dass Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos den Mordanschlag „ohne Mithilfe ortskundiger Dritter verübt haben“.

Fakt ist, dass die Spuren und Hinweise, die es zuhauf gibt, zu anderen Täter führen.

 

Rassismus kann als Motiv, den zahlreichen Spuren nicht nachzugehen, ausgeschlossen werden.

Warum will man also diese Täter schützen? Muss man sie schützen? Würden die Täter Verbindungen zu staatlichen Behörden bloßlegen, zu Tatbeteiligten, die auch V-Leute waren?

Auf welche Gratwanderung begeben sich Ermittlungsbehörden, wenn staatliche Stellen Täterwissen haben, das den Mordanschlag auf Polizisten nicht verhindert hat, und deren Offenlegung staatliche Behörden mehr fürchten als der NSU?

Für diesen Vorsatz, vorhandenen Spuren nicht zu folgen, die zu weiteren neonazistischen Tätern führen, tut man viel, sehr viel: Man macht Falschaussagen im Amt, man legt falsche Spuren, man manipuliert die Ermittlungsrichtung, man vernichtet Beweismittel.

Man ahnt das Rennen staatlicher Behörden gegen die Wirklichkeit. So schnell kann man gar nicht alles verschwinden lassen, was einen anderen Ablauf der Ereignisse in Heilbronn 2007 belegen und untermauern würde. Und: Nachdem man jahrelang alles und alle auf diese Version eingeschworen hat, kann man auch nicht mehr zurück. Zu viele Behörden, zu viele führende Beamte sind darin involviert, diese Fata Morgana in der Welt zu halten. Selbstverständlich dringt von dieser Nervosität, von diesem Zittern nichts nach draußen. Aber man kann es an Sekundärwirkungen ablesen, auf welch wackliger Konstruktion die Behörden sitzen. Eine kleine Erschütterung … und sie werden (womöglich) mit darunter begraben.

Erst verbrennen Akten, dann Zeugen

Am 16. September 2013 leiht sich Florian H. das Auto seines Vaters. Er hat einen Termin um 17 Uhr beim Landeskriminalamt in Stuttgart. Dort soll er weitere Aussagen zum Mordfall Heilbronn machen. Er wohnt im Landkreis Heilbronn und fährt über die Autobahn nach Stuttgart. Er legt ca. 50 Kilometer zurück, ist fast am Ziel, in Stuttgart-Cannstatt. Anstatt die eineinhalb Kilometer zum LKA in der Taubenstraße 85 zu fahren, hält er auf dem Cannstatter Wasen an, »auf der Zufahrt zum dortigen Campingplatz – einem Ort, an dem sich die der Zwickauer Terrorzelle zugerechneten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgehalten hatten.« (Kontext/Thomas Moser vom25.09.2013).

Dort parkt er sein Auto. Wohin er geht, ist bislang unbekannt. Ebenso unklar ist, wie lange die Unterbrechung dauerte. Florian H. kehrt zurück zu seinem Auto. Zeugen zufolge kam es zu einer Explosion, »kurz nachdem der Mann nahe dem Cannstatter Wasen in Stuttgart in sein Auto eingestiegen war. Erst danach habe das Fahrzeug Feuer gefangen und sei ausgebrannt, sagen diese Zeugen.« (Berliner Zeitung vom 1.10.2013)

Florian H. verbrennt im Auto. Der Zeuge ist tot.

Die BILD-Zeitung veröffentlichte ein Tatortbild: Auf diesem sieht man Florian H. nach hinten gebeugt, fast überstreckt. Der Körper ist eng an die Rückenlehne des Fahrersitzes gepresst. Eine Körperhaltung, die ein Toter einnimmt, wenn er von Gurten gehalten wird – wenn eine Person angeschnallt ist. Ob diese Annahme berechtigt ist, wäre recht leicht zu überprüfen: Der Fotograf, der für BILD die Fotos geschossen hat, hat verschiedene Fotos (mit großer Auflösung) vom Tatort gemacht, also auch von der Fahrerseite aus. Ebenfalls müssen Feuerwehr und Polizei zahlreiche Tatortfotos gemacht haben.

Bemerkenswert ist dabei der Umstand, dass das Foto, das die BILD-Zeitung abgedruckt hatte, nicht mehr verfügbar ist.

Nach Angaben von Thomas Ulmer, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, fanden die Ermittler einen geschmolzenen Plastikbehälter. »Der Brandschutt wird auf Rückstände von Brandbeschleuniger untersucht«, sagt Ulmer. Das Ergebnis der Untersuchung stehe noch aus.

So langwierig eine Spurensuche und vor allem eine Spurenauswertung auch – normalerweise – ist: Der Pressesprecher im Innenministerium Rüdiger Felber hat schon das Ergebnis: »Wie bei jedem anderen Suizid wurde auch hier gewissenhaft geprüft, ob eine Fremdeinwirkung vorliegen könnte. Das ist eindeutig zu verneinen

Auch das Motiv ist schnell erkannt: Florian H. habe »wegen Beziehungsproblemen« Selbstmord begangen.

Im Rahmen dieser Recherche habe ich die Pressstelle der Polizei mehrmals darum gebeten, Tatortfotos zur Verfügung zu stellen, sowie die Pressemitteilung der Polizei Stuttgart vom 16.9.2013 und die gemeinsame Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom 20.9.2013 (die beide nicht mehr auf dem Presseportal zugänglich sind) zuzusenden.

Zugleich bat ich darum, die Behauptung zu belegen, dass Florian H. »Beziehungsprobleme« hatte, die ihn in den Selbstmord getrieben haben sollen. Alle Anfragen und Fragen blieben bis heute unbeantwortet.

Auch die Feuerwehr Stuttgart bat ich darum, Fotos zuzusenden, die das Auto nach dem Löschen des Brandes zeigen, mit der Bitte, mir mitzuteilen, in welcher Lage sie den Toten vorfanden, bevor sie aus dem Auto herausgenommen wurde. Auch diese Anfragen wurden mit Schweigen quittiert.

Sind das nicht genug Gründe, an der Selbstmordthese zu zweifeln? Und ist es nicht Aufgabe der Ermittlungsbehörden, gegenüber Behörden misstrauisch zu sein, die jahrelang und fortgesetzt Beweismittel unterschlagen und vernichtet haben, die Falschaussagen gemacht haben und Spuren für irrelevant erklärt hatten, die heißer nicht sein konnten (wie die 1998 gefundene Garagenliste in Jena z.B.).

Man muss kein Tatort-Fan sein, um über zahlreiche Ungereimtheiten zu stolpern, denen erst nachgegangen werden müsste, bevor man ein Ermittlungsergebnis festschreibt.

Warum handelt Florian H. erst genau wie ein Zeuge, der zu einem Vorladungstermin erscheinen will, um im letzten Moment aus Liebeskummer Selbstmord zu begehen?

Welchen Grund hatte die Unterbrechung auf dem Cannstatter Wasen?

Warum hält er direkt vor dem Campingplatz, wo auch NSU-Mitglieder 2007 ihren Campingwagen abgestellt hatten?

Was hat die Auswertung der Handydaten von Florian H. ergeben? Wen hat er angerufen, mit wem hatte er Kontakt?

Wenn die Zeugenaussagen zutreffen, dann liegt der Verdacht nahe, dass Florian H. nicht Selbstmord begangen hat, sondern Opfer eines (zwischenzeitlich) manipulierten Autos geworden ist.

Wenn das BILD-Zeitungsfoto die Möglichkeit nahelegt, dass Florian H. angeschnallt war, als sich die Explosion ereignete, dann wollte Florian H. nicht sterben, sondern seine Fahrt fortsetzen.

Bis heute haben weder Polizei noch Staatsanwaltschaft einen Beleg für das ins Feld geführte Selbstmordmotiv vorgelegt. Wenn der Eintrag zu dem Kontext-Beitrag ›Ungeklärter Todesfall‹ vom 25.9.2013 stimmt, dann hat sich die Mutter von Florian H. wie folgt geäußert:

»Legislative, Judikative, Exekutive, ausführende Gewaltteilung des Staates, dies habe ich mehrmals in der Schule und in all meinen Weiterbildungen gelernt. Inzwischen haben diese Formen einen sehr negativen Beigeschmack. Florian war ein sehr lebenslustiger und kritischer Mensch. Er hatte so viele Träume Wünsche und Ziele. Wer ihn gekannt hat, geht nicht von einem Suizid aus.« (Heike H., 06.10.2013 14:29)

 

Sicherlich gibt es Selbstmorde. Aber es gibt auch ›Selbstmorde‹, die sich vor allem jene herbeiwünschen, die berechtigte Angst vor dem haben, wofür sich die Lebenden entschieden hatten, nämlich Aussagen zu machen. Wie ein Uwe Barschelzum Beispiel, der öffentlich angekündigt hatte, umfänglich auszupacken und dann Selbstmord begangen hat oder Heinz Lembke, Neonazi und Gladio-Mitglied, der Aussagen zu dem neonazistischen Mordanschlag auf das Oktoberfest in München 1980 machen wollte und sich tags zuvor in der Zelle erhängte …

Obwohl weder Ort und Zeit, noch die erklärte Absicht des Opfers einen Selbstmord plausibel machen, ist das Ermittlungsergebnis der Polizei in Stein gemeißelt. Ein Ergebnis, das so schnell feststeht wie bei den vorangegangenen NSU-Morden, bei denen in atemberaubender Geschwindigkeit, also faktenfrei, ausgeschlossen wurde, dass es sich um neonazistische Mordanschläge handelte.

Florian H. ist ein Neonazi und den Ermittlungsbehörden seit Langem bekannt. Bereits im Januar 2012 hat er Aussagen gemacht. In dieser Vernehmung gab er an, dass es neben dem NSU noch eine weitere neonazistische Terrorgruppe gibt. Ihr Name: ›Neoschutzstaffel‹ (NSS): »Diese NSS sei von H. als ›zweite radikalste Gruppe‹ neben dem NSU bezeichnet worden. Den Aussagen des Zeugen zufolge hätten sich auch Aktivisten beider Gruppierungen einmal in Öhringen, etwa 25 Kilometer östlich von Heilbronn gelegen, getroffen.« (s.o.)

Dass diese Verbindungen nicht aus der Luft gegriffen sind, belegt auch eine sichergestellte SMS auf dem Handy von Beate Zschäpe: »Im Oktober 2011 erhielt Zschäpe eine SMS von einem Handy, das in Stuttgart zugelassen war. Ein Mitläufer der rechten Szene soll ein gemeinsames Treffen von NSU und einer Gruppierung namens ›Neoschutzstaffel‹ (NSS) in Öhringen erwähnt haben.« (Moser/Kontext vom 28.8.2013)

Die Ermittlungsbehörden ordneten diese Aussagen dennoch als zu vage und nicht verifizierbar ein. Wenn man weiß, dass dieselben Ermittlungsbehörden dreizehn Jahre zahlreiche Spuren für wertlos und irrelevant erklärten, weil sie ihre ›Aufklärung‹ störten, kann und muss man auch in diesem Fall von einer gewollten Irreführung ausgehen.

Selbstverständlich wissen die Ermittler heute mehr denn je: Würde ein Zeuge, ein nicht mehr aus der Welt zu schaffender Beweis belegen, dass der NSU noch nie aus drei Mitgliedern bestand, dass der Mordanschlag auf die Polizisten in Heilbronn von weiteren Neonazis begangen wurde, würde nicht nur die Fiktion vom ›Zwickauer Terrortrio‹ in sich zusammenstürzen, sondern auch die Anklage im Münchner NSU-Prozess.

Die Angst vor den wahren Tätern des Mordanschlages in

Heilbronn 2007

 

Wie bereits erwähnt, weist kein einziges Indiz auf eine direkte Beteiligung von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hin. Das wissen alle beteiligten Behörden. Will man diese Irreführung durchsetzen, müssen alle anderen Indizien, die zu anderen, weiteren neonazistischen Tätern führen, beseitigt bzw. entwertet werden.

Zweifelsfrei kann man diese Strategie am Beispiel der zahlreichen Phantombilder nachweisen, die mithilfe des schwer verletzten Polizisten Martin Arnold und anderer Zeugen erstellt wurden.

Kein einziges Phantombild ähnelt den bekannten NSU-Mitgliedern. Das ist kein Geheimnis. Schlimm, um nicht zu sagen suizidal wäre es jedoch, wenn man mit diesen Phantombildern nach den wahren Tätern fahnden würde. Genau dies wurde von der Staatsanwaltschaft unterbunden. Warum?

Niemand verzichtet ohne Not auf Hilfsmittel, die einen Mordanschlag aufklären können – schon gar nicht, wenn es um Polizisten geht. Wenn man davon vorsätzlich keinen Gebrauch macht, weiß man um das Ergebnis. Und genau dies ist im Fall der Phantombilder geschehen.

In Heilbronn, rund um die Theresienwiese gab es nicht nur das besagte Polizeiauto, x-Täter und eine Anzahl von ZeugInnen. Trotz vorsätzlicher Falschaussagen des Innenministeriums, zu Tatzeit wären keine V-Leute in Tatortnähe gewesen, ist der Stand heute ein ganz anderer:

»Offenbar wimmelte es am Mordtag nur so von V-Leuten in Heilbronn. Insgesamt haben sich mindestens fünf Informanten von Polizei und Verfassungsschutz sowie mindestens ein LfV-Führer um den bis heute ungeklärten Mordfall herum bewegt.« (Moser/Kontext vom 25.9.2013/Ausgabe 130)

»Ein Zeuge, der kurz nach den Schüssen auf die zwei Beamten in Heilbronn einen blutverschmierten Mann gesehen hat, war ein V-Mann der Polizeidirektion Heilbronn. (…) Der Zeuge hielt sich wenige Hundert Meter vom Tatort Theresienwiese auf. Er gab an, ein Mann sei direkt vor ihm in ein Auto mit laufendem Motor gesprungen. Der rechte Arm des Mannes soll voller Blutflecken gewesen sein. Auch auf seinem T-Shirt soll vorne rechts Blut zu sehen gewesen sein. Der Fahrer des Autos soll ›dawei, dawei‹ gerufen haben (Russisch für ›schnell, schnell‹). Das Auto sei mit quietschenden Reifen davongefahren. Der Zeuge meldete sich am selben Tag bei der Polizei. Die erstellte zwei Tage später ein Phantombild. Es ist Bild 9 der insgesamt 14 Fahndungsbilder, die Kontext in der Ausgabe 120 Mitte Juli 2013 veröffentlichte.« (s.o.)

Der V-Mann der Polizei wird als ›V-Person 1749‹ geführt.

»Neben VP 1749 gab es zwei weitere V-Personen der Heilbronner Polizei, die zeitlich und räumlich in der Nähe des Tatorts gewesen sein müssen. (…) Aus dem Umfeld des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) erfährt Kontext, dass eines der Phantombilder einem früheren Informanten verblüffend ähnlich sehe. Es ist das Phantombild Nummer 8. Es zeigt einen Mann, der etwa eine Stunde vor dem Anschlag zusammen mit drei anderen Männern am Rand des Festplatzes Theresienwiese im Gras saß. Das Innenministerium will Fragen dazu nicht beantworten. Einsätze einzelner Vertrauenspersonen würden ›grundsätzlich weder bestätigt noch dementiert‹ werden.« (s.o.)

Das Phantombild Nr. 8 dürfte der Polizei bzw. dem Verfassungsschutz also alles andere als unbekannt vorkommen, zum einen als polizeibekannter führender Neonazi, zum anderen als V-Mann: Es ähnelt in hohem Maße Alexander Neidlein.

Eine weitere vertrauensvolle Quelle hat zudem Informationen darüber, dass es eine »Anbindung an den BND/Bundesnachrichtendienst« gibt.

Alexander Neidlein stammt aus Crailsheim. In den 90er Jahren war er Söldner der faschistischen kroatischen HOS Miliz in Bosnien. Nach diesem Aufenthalt hatte er enge Kontakte zu führenden KKK Mitgliedern in Südafrika. Wegen zweifachen Mordversuchs an südafrikanische Polizeibeamte saß er in Auslieferungshaft. Ein für Geheimdienste idealer Zeitpunkt, einen Faschisten anzuwerben. Von 1998 bis 2000 war er ›Stützpunktleiter‹ der Jungen Nationaldemokraten/JN im baden-württembergischen Schwäbisch Hall/Ostalb. 2003 wurde er zum Landesvorsitzenden der JN, 2004 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der JN gewählt … kurzum eine neonazistische Bilderbuchkarriere.

Ob sich das Phantombild Nr.8 mit dem heutigen NPD-Funktionär Alexander Neidlein deckt, ob sich dieser Neonazis mit drei weiteren Kameraden am Mordtag auf der Theresienwiese aufgehalten hat, ob das Ganze mit einer V-Mann-Tätigkeit einherging, werden am aller wenigsten die Ermittlungstätigkeiten der zuständigen Behörden ergeben.

Das unter Verschluss gehaltene Wissen dieser V-Leute, das Operationsziel dieser V-Leute und V-Mann-Führer, ihre Rolle an Tattag – all das wird sich einen anderen Weg bahnen müssen.

Quelle: Wolf Wetzel

7 Kommentare

  1. Fan to Mass · · Antworten

    Die Ähnlichkeit von Phantom Nr.8 zu Andreas Neidlein würde ich als eher vage bezeichnen. Beide haben zwar etwas fleischige Wangen, und Neidlein kann offensichtlich einen leicht verblufften Gesichtsausdruck aufsetzen, aber der Kopf ist nicht so massig, die Augenbrauen dunkler, die Nase passt rein gar nicht. Wenn man Neidleins Anwesenheit beim Heilbronner Polizistenmord tatsächlich mit dem Phantombild beweisen will erzeugt man zwangsläufig eine Blase, und die platzt dann( vom ansehen ). Informationen über Verbindungen und Hintergründe sind ja schön und gut, aber dieses Phatom weiter aufzupumpen halte ich nicht für sinnvoll. Mir ist eine Ähnlichkeit dieses Phantoms mit Tino Brandt aufgefallen, und als ich das mal erwähnte( Kontext-Kommentarbereich ) war ich sogleich mit einem Nazikeulen-schwingenden Alexander Grombach( befindet sich mit Senghaas/Krokus in Irland ) konfrontiert. Wolf Wetzel übernimmt nun dessen Deutung. Ich empfehle das sich jeder selber entsprechende Fotos raussucht und vergleicht, hier das Phanton, ein Neidlein und ein Brandt :


    http://www.insuedthueringen.de/storage/pic/intern/import/fp-mpo/thueringen/thuefwthuedeu/1882049_1_meybrandt_050712.jpg?version=1341409212

    Wo was dazu steht das Neidlein mal V-mann war wäre ansonsten interessant…und wann, bei welchem Dienst ?

  2. ich hatte das Fahrzeug ca. 40 sek. vor der Explosion im Blick. Es ist mein täglicher Weg zur Arbeit, ich bin der Zeuge der die Polizei veröffentlicht hat. Die Aussage das jemand den unmittelbar vor der Explosion in das Fahrzeug gestiegen ist, kann ich nicht bestätigen, auch die ca. 5 weiteren Zeugen die das brennende Fahrzeug gesehen haben, haben das in ihren ersten Aussagen auch nicht bestätigt. Wir haben alle gerätselt wie der brand entstand und hielten das Fahrzeug zunächst für leer. erst beim Löschversuch wurde klar das sich jemand im Fahrzeug befandt. Ich hab erst in der Zeitung gelesen, das Florian H. nohc gelebt hat als der Brand begann.

    1. Wo genau stand das Fahrzeug?
      Ist es möglich den genauen Standort mit GPS-Koordinaten anzugeben (Google-Earth)?
      Um wieviel Uhr brach das Feuer aus?

      1. https://maps.google.de/maps?hl=de&ll=48.791811,9.223294&spn=0.000322,0.000626&t=h&z=21
        Das Fahrzeug stand mit der Fahrerseite zum Zaun. Es war zwar Platz zum Ein- und Aussteigen, ich würde aber sagen um von Aussen zu hantieren ist das eher schwierig.
        Zum Anruf, mein Handy sagt 9:04 Uhr, in der Presse war 9:01 Uhr nach Polizeiangaben, das dürfte passen.

  3. Ich hätte noch eine Frage an Au, der den Brand gemeldet hat: Waren Sie noch anwesend, als die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte? Wenn ja, wäre sehr wichtig zu wissen, ob Sie etwas dazu sagen können, was sie nach dem Löschen des Brandes gesehen haben.
    Vielen Dank.

    Wolf Wetzel/ Journalist

    1. Wie oben gesagt schon beim Ersten Löschversuch, wurde klar das sich eine Person im Fahrzeug befand. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hat und der heftige Rauch sich verzogen hatte, war auch das Brandopfer sichtbar. Es lag zurückgekrümt auf dem Fahrsitz, was damit zusammenpasst, das ich bei Beginn des Brandes auf der Fahrerseite eine kurze Flamme (Blitz, Funken, Stichflamme) sah. Unklar war zu diesem Zeitpunkt, ob die Person schon vor dem Brand tot war. In den ca. 30 sek vor dem Brand und während des Brandes gab es keine Hinweise darauf das sich jemand im Fahrzeug befand. Die Feuerwehrleute sagten sehr schnell das das Feuer mit einer großen Hitze brandte (man sieht auf den Pressefotos das das Fahrzeug an den Vordersitzen sehr stark abgebrannt ist). Sie gingen von Brandbeschleuniger aus (Benzin?).
      Die Pressemeldungen sind auf der Polizeiseite noch verfügbar, sie werden auch als PDF zum download angeboten (letzter Monat, Polizeipräsidium Stuttgart). Die 15 Bilder die die Stuttgarter Zeitung hatte sind seit dem 18.09. nicht mehr verfügbar. Sie sind aber bei 7aktuelle.de noch verfügbar (https://www.7aktuell.de/news/meldung/leiche-in-ausgebranntem-auto-auf-wasengelaende-entdeckt/).

      1. Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe noch eine Frage, falls Sie sie beantworten können: Sie beschreiben, dass Sie das Brandopfer „zurückgekrümmt auf dem Fahrersitz“ sahen. Konnten Sie sehen, ob das Opfer angeschnallt war?

        mit freundlichen Grüßen
        Wolf Wetzel

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