Tagesspiegel|V-Mann soll NSU-Terrorzelle geholfen haben


Ein V-Mann des Verfassungsschutzes soll versucht haben, den mutmaßlichen NSU-Terroristen bei ihrem Weg in den Untergrund zu helfen. Die Aussage von Tino Brandt könnte noch in diesem Jahr erfolgen – und für weitere brisante Geschichten sorgen.

Ein Blick in den Gerichtssaal, in dem der NSU-Prozess verhandelt wird. Foto: dpaEin Blick in den Gerichtssaal, in dem der NSU-Prozess verhandelt wird. – FOTO: DPA

Ein früherer V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes gerät im Fall der Terrorzelle NSU immer stärker ins Zwielicht. Tino Brandt habe ihm einen Mann vermittelt, der Reisepässe für die untergetauchten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe besorgen sollte, sagte am Donnerstag der Jenaer Rechtsextremist André K. als Zeuge im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München.

Der Mann habe nach zwei, drei Wochen die Pässe auch geliefert, doch sie seien „leer“ gewesen. Er habe mit Brandt darüber gesprochen, sagte André K.

Später seien dann die Pässe aus dessen Auto verschwunden.

Der Zeuge berichtete auch, Brandt habe ihn nach Berlin zu dem NPD-Funktionär Frank Schwerdt geschickt, weil man sich „Gedanken gemacht hat“, die Untergetauchten außer Landes zu bringen. André K. fragte Schwerdt nach entsprechenden Kontakten. Für die Fahrt nach Berlin habe ihm Brandt sein Auto gegeben, sagte der Zeuge.

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