Spiegel| Geschichtsunterricht: Deutsche Schulbücher sind beim Thema Holocaust unpräzise


Von Jan Friedmann

Der Tag nach dem Pogrom: Am Morgen des 10. November 1938 kehrt ein Mann die Scherben vor einem Geschäft zusammenZur Großansicht

AP

Der Tag nach dem Pogrom: Am Morgen des 10. November 1938 kehrt ein Mann die Scherben vor einem Geschäft zusammen

In deutschen Schulbüchern steht mehr denn je über den Holocaust. Doch viele Informationen über das Morden an den Juden Europas sind laut Historikern ungenau. Eine neue Studie zeigt: In den Lehrplänen vieler Staaten fehlt das Thema ganz.

Dass jemand „sein Leben verlor“, schreiben Journalisten häufig in ersten Meldungen, wenn sie zunächst nicht genau wissen, was passiert ist, ein Unglück oder ein Mord. Als Beschreibung eines Verbrechens, das 75 Jahre zurückliegt und gut erforscht ist, findet Peter Carrier die Floskel unpassend. Er kritisiert die Worte, mit denen im Schulbuch „Denkmal Geschichte 9/10“ die Pogromnacht von 1938 geschildert wird.

Carrier arbeitet am Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und hat zahlreiche solcher Schulbücher ausgewertet, dazu die Lehrpläne in Deutschland und 125 weiteren Staaten. Ziel des einzigartigen, von derUnesco geförderten Projekts: herauszufinden, wie Schulplaner und Autoren den Mord an den europäischen Judendarstellen.

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