TLZ| Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt sollen im Untergrund sieben Wohnungen genutzt haben


München. Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen im Untergrund sieben Wohnungen in Chemnitz und Zwickau genutzt haben. Ein Ermittler des Bundeskriminalamtes fasste am 85. Verhandlungstag im Münchner NSU-Prozess die Erkenntnisse über die einzelnen Anmietungen der Quartiere zusammen.
Beate Zschäpe (2. v. l.) soll zusammen mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund sieben Wohnungen in Chemnitz und Zwickau genutzt haben. Foto: Marc Müller/dpaBeate Zschäpe (2. v. l.) soll zusammen mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund sieben Wohnungen in Chemnitz und Zwickau genutzt haben. Foto: Marc Müller/dpa

Danach soll das Neonazitrio unmittelbar nach seiner Flucht aus Jena im Januar 1998 zuerst für zwei Wochen bei einem Bekannten in Chemnitz untergekommen sein.
Auch der zweite Chemnitzer Unterschlupf soll die Wohnung eines Gleichgesinnten inChemnitz gewesen sein. Dort lebten die Drei nach Angaben des Ermittlers bis Ende August 1998. Die Wohnung habe Max-Florian B. gemietet, der in dieser Zeit aber zumeist bei seiner Freundin lebte. Erst als diese Beziehung in die Brüche ging, musste erneut eine Wohnung für die Drei gesucht werden.
Nach Aussage des BKA-Ermittlers soll dann erstmals gezielt ein Anderthalb-Zimmer-Apartment über den Namen eines weiteren Bekannten in Chemnitz gemietet worden sein. Allerdings hätte die Unterkunft mit nur 27 Quadratmetern sehr wenig Platz für drei Leute geboten, so dass von Ende April 1999 bis Ende August 2000 erneut eine etwas größere Wohnung in einer Chemnitzer Plattenbausiedlung am Stadtrand gemietet wurde. Nach Angaben des Zeugen sei der Mitangeklagte André E. diesmal als Mieter aufgetreten. Sein Name und seine damalige Heimatadresse im sächsischen Erzgebirge sollen auf dem Mietvertrag stehen.

 

Im Sommer des Jahres 2000 sei das Trio nach Zwickau umgezogen und bewohnte nach zwei weiteren Wohnungswechseln ab März 2008 die Wohnung in der Frühlingsstraße 26. Dieses Quartier war am 4. November 2011 in die Luft geflogen, nachdem Mundlos und Böhnhardt in ihrem Wohnmobil in Eisenach nach einem Sparkassenüberfall von der Polizei entdeckt wurden.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: