Rhein-Zeitung| NSU: Die Spur nach Koblenz


Rheinland-Pfalz – Es ist ein Zettel mit fünf Namen, handschriftlich notiert, eine Liste mit Postadressen und Telefonnummern. Asservat 59.72.7 der Staatsanwaltschaft Gera ist auch fast 16 Jahre nach dem Fund eines der vielen ungelösten Rätsel der Ermittlungen gegen das rechtsextreme Netzwerk Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

 

Vermummt, mit Stahlhelm und Schlagstock: Auf dem Anwesen der Müllers in Gonsenheim patrouillierten in den 80er-Jahren auch schon mal Gesinnungsgenossen.

Gefunden wurde die Liste am 26. Januar 1998 von Beamten der Staatsanwaltschaft Jena in einer Garage in Unterlagen von Uwe Mundlos. Wenig später soll er mit Uwe Böhnhardt und vermutlich Beate Zschäpe eine Spur des Terrors durch Deutschland ziehen. Drei dieser fünf Personen haben damals eine Adresse in Rheinland-Pfalz: Norbert F. aus Koblenz, Erich N. aus Andernach (beide Namen geändert) und die Mainzerin Ursula Müller, eine der bekanntesten Neonazis aus dem Land.

Neonazis in Gefängnissen unterstützt

Fest steht: Alle gehörten der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG) an. Die rechtsextreme Organisation versorgte jahrzehntelang Neonazis in Gefängnissen mit Briefmarken, Geld und politischer Literatur und kümmerte sich darum, dass sie der Szene auch in Haft treu blieben. Die HNG galt als eine der profiliertesten rechtsextremen Organisationen in Deutschland mit mehr als 600 Mitgliedern.

Vollständiger Artikel

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: