Spiegel| Rechtsextremismus: Die verschwundene Beute des NSU


Von Maik Baumgärtner und 

Ausgebrannte NSU-Wohnung in Zwickau: Hier fanden die Ermittler noch genau 1715 EuroZur Großansicht

DPA

Ausgebrannte NSU-Wohnung in Zwickau: Hier fanden die Ermittler noch genau 1715 Euro

Mountainbikes, BahnCards, GEZ-Gebühren: In einem Bericht hat das BKA die Ausgaben mit den Einnahmen des Zwickauer Terrortrios verglichen. Demnach sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen etwa 155.000 Euro des NSU verschwunden.

Hamburg – So systemfeindlich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) auch war, seine GEZ-Gebühren zahlte die Zelle immer pünktlich zum Jahresbeginn. Genau 215,76 Euro erstatteten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zuletzt im Januar 2011 dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der analoge Kabelanschluss in ihrer konspirativen Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße kostete sie noch einmal 19,99 Euro monatlich.

Mit großer Akribie hat das Bundeskriminalamt (BKA) in einem neuen Bericht die finanziellen Verhältnisse der mutmaßlichen Rechtsterroristen analysiert. Die Ermittler werteten Kontoauszüge aus, hörten Zeugen, sicherten Bargeld und ließen Schätzungen einfließen.

Demnach standen den Neonazis zwischen Februar 1998 und November 2011 insgesamt 617.000 Euro zur Verfügung. Den Großteil davon (609.000 Euro) hatten wohl Böhnhardt und Mundlos mit Banküberfällen erbeutet, zudem erhielten sie von ihren Familien und aus der Szene einiges an Geld.

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