Alexander Neidlein (NPD) – Söldner/V-Mann (?), Bankräuber – jetzt NPD-Vorsitzender


Alexander Neidlein (* 23. Februar 1975 in Crailsheim) ist ein rechtsextremistischer Politiker (NPD). Er ist NPD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg[1] und stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten. Und er ist, wie viele andere Funktionäre der NPD vorbestraft.

Söldner und Bankräuber

Der aus Crailsheim stammende Alexander Neidlein diente sich 1993 im Bosnienkrieg der Armee der Kroaten in Bosnien-Herzegowina, dem Kroatischen Verteidigungsrat (HVO), als Söldner an. Nach drei bis vier Tagen beim Kažnjenička bojna, einer Spezialeinheit des HVO, desertierte er um den 15. und 16. Dezember 1993 zusammen mit Thomas Franz Kunst (32) aus Itzehoe und Stephan Rays (26) aus Hamburg von der Truppe. Sie entwendeten dabei Waffen und Munition und wurden steckbrieflich gesucht. Kunst und Rays gehörten dem Hamburger Rotlicht- und Unterweltmillieu an und waren als Türsteher auf der Reeperbahn tätig.

Alexander Neidlein wurde von einer deutschen Behörde – Geheimdienst – in eine kroatische Hilfsorganisation im November 1993 in Mannheim eingeschleust. Die Mitarbeit dauerte nicht lange.

In Hamburg warb der in Südafrika und Namibia lebende Horst Klenz (alias Heinrich Siems oder Kluger, auch Wolfgang Weber),Neidlein, Kunst und Rays für seine rechtsextreme Söldnertruppe in Südafrika an. Klenz war 1989 an einen Bombenanschlag mit Todesfolge auf das Büro der Vereinten Nationen in Outjo beteiligt. Vermutlich wollten sie sich eigentlich der Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB) von Eugène Terre’Blanche anschließen. Noch im Dezember 1993 überfielen Neidlein, Kunst und Rays zusammen ein Postamt in Lübeck um sich die Reise nach Südafrika zu finanzieren. Sie erbeuteten dabei 8.500 Deutsche Mark (circa 4.350 Euro).

Am Flughafen von Johannesburg wurden sie von Monika Huggett, einem Mitglied des Ku-Klux-Klan, empfangen. Am 14. März 1994 lieferten sich drei Deutsche in Tierpoort bei Pretoria ein Feuergefecht mit der südafrikanischen Polizei, bei der Kunst getötet und zwei Polizisten verletzt wurden. Rays wurde einige Stunden nach der Schießerei im Buschland verhaftet. Einige Tage später wurde auch Klenz zusammen mit Neidlein auf einer Farm in Boskop verhaftet. Neidlein wurde in Cullinan (Südafrika) wegen illegalen Waffenbesitzes zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und nach Deutschland abgeschoben. Hier wurde Neidlein für den Raubüberfall auf das Postamt verhaftet und Ende 1994 in Lübeck zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Neidlein erschien als „politischer Gefangener“ auf der Gefangenenliste der Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige (HNG).

Der Haftbefehl findet man hier

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Neidlein pflegt auch heute noch Kontakte zu kroatisch-deutschen Nazis, wie Markus Frntic, einem in Baden-Württemberg lebenden ehemaligen Gefährten. Frntic war der Kopf der Naziorganisation „Furchtlos und Treu“, einer 1999 gegründeten militanten Abspaltung des „Blood & Honour-Netzwerkes“.

Quelle: Berliner Zeitung, Die Zeit, Südwest Presse, Konkret Verlag, Wikipedia

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