WDR5| Redezeit mit Andreas Förster: Geheimsache NSU


Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags hat versucht, Licht in das Dunkel um das NSU-Trio und die Verstrickungen mit dem Staatsschutz zu bringen. Mit mäßigem Erfolg. Ist der NSU Geheimsache, wie ein neues Buch titelt?


Andreas Förster
Bild 1 vergrößernAndreas Förster, der Herausgeber des Buches „Geheimsache NSU“

Die Sendung zum Nachhören und Download

Gast: Andreas Förster, Buchautor u. Herausgeber, Moderation: Jürgen Wiebicke © WDR 2014

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Hauptansatz des Buches, das Andreas Förster herausgegeben hat und von namhaften Beobachtern der Szene geschrieben wurde, darunter der Politikwissenschaftler Hajo Funke ist, auf die Lücken und auf die Ermittlungsansätze, die nicht verfolgt wurden, hinzuweisen.

Dahinter steht immer wieder die Frage: War die Terrorgruppe nicht doch größer? Vielleicht nicht als feste Gruppe, aber an einigen Taten könnten mehr Leute beteiligt gewesen sein. Als ein weiterer roter Faden zieht sich die Frage nach dem Verhältnis der Verfassungsschützer zur rechten Szene durch das Buch.

Und über allem schwebt die Frage: Warum tun sich die Behörden immer noch so schwer mit der Aufklärung, warum wird vertuscht und geblockt?

Obwohl der Abschlussbericht des Bundestagsuntersuchungsausschusses fast 1400 Seiten dick ist, sehen zahlreiche Parlamentarier nach wie vor Aufklärungsbedarf. Am Wochenende kam die Meldung, die Grünen regten einen neuen parlamentarischen Untersuchungsausschuss an. Und sie sind nicht allein: Auch in CDU und SPD sowie bei der Linken besteht weiterer Gesprächs- und Befragungsbedarf.

Jürgen Wiebicke im Gespräch mit Andreas Förster über die nach wie vor offenen Fragen, insbesondere um das Nagelbombenattentat auf der Keupstraße in Köln-Mülheim.


Redaktion: Mark vom Hofe

Quelle: WDR5

ein Kommentar

  1. pumpgun reloaded · · Antworten

    Andreas Förster ist derjenige, der die zweite aus der Pumpgun verschossene Hülse erwähnte, wodurch die Frage aufgeworfen wurde, wie diese ausgeworfen werden konnte und damit ob es sich um Suizid handelt. Nun neigt Förster selbst zu der Annahme die beiden zum NSU gehörigen Uwes hätten sich gegenseitig erschossen. Es ist aber nicht klar ob es noch eine weitere Hülse gab, und ob somit drei Schüsse aus der Pumpgun Winchester abgefeuert worden sein müssen. Denn so steht es hier :
    “ Die andere Waffe, eine Winchester Defender – die, mit der aller Wahrscheinlichkeit nach Böhnhardt und Mundlos den Tod fanden – sei mit offenem Verschluss geborgen worden. Ihr Zustand sei der nach einer Schussabgabe gewesen, eine leere Hülse habe sich noch im Lauf gefunden. “
    http://www.nsu-nebenklage.de/blog/2014/01/22/22-01-2014/
    Unter anderem ist auch der Zustand der zweiten Pumpgun erklärungsbedürftig, wieso war sie auf dem Boden liegend derart hohen Temperaturen ausgeliefert das sich der Lauf verzog ? Und wieso ging dann nicht die Munition los, die Waffe soll ja durchgeladen gewesen sein ?

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