APuZ 27/2014: Widerstand


Vor bald 70 Jahren, am 20. Juli 1944, scheiterte der wohl aussichtsreichste Versuch, Adolf Hitler zu töten. Obwohl das Attentat der Gruppe um Stauffenberg fehlschlug, wurde das Datum zum Synonym für den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und damit zum Symbol für ein „anderes Deutschland“. Der Umgang damit fiel den deutschen Nachkriegsgesellschaften jedoch lange Zeit nicht leicht, beweist die Tat doch: Es gab in der Diktatur Alternativen zum Mitmachen, Mitlaufen und Wegschauen. Widerständiges Verhalten kann vielfältige – auch gewaltfreie – Erscheinungsformen haben, und die Liste der Beispiele, wann und wo Widerstand geleistet wurde, ist lang.

Die APuZ „Widerstand“ erscheint heute mit folgenden Beiträgen:

Johannes Piepenbrink, Editorial
www.bpb.de/186865

Christopher Daase, Was ist Widerstand? Zum Wandel von Opposition und Dissidenz
Widerstand ist soziales Handeln gegen eine als illegitim wahrgenommene Herrschaftsordnung. Entsprechend haben sich Praktiken und Rechtfertigungen politischen Widerstands analog zum Wandel der Herrschaftsformen verändert.
www.bpb.de/186866

Angelika Nußberger, Widerstand im Nationalsozialismus – eine aktuelle Botschaft aus einem vergangenen Jahrhundert (Essay)
Stünde ein Widerstandskämpfer aus der Zeit des Nationalsozialismus heute neben uns – hätte er uns etwas zu sagen? Die Botschaft, aus der Menge herauszutreten und ,,Nein“ zu sagen, wenn ,,Ja“ zu sagen das Gewissen verbietet, ist noch immer aktuell.
www.bpb.de/186868

Johannes Tuchel, Zwischen Diffamierung und Anerkennung: Zum Umgang mit dem 20. Juli 1944 in der frühen Bundesrepublik
Widerstand gegen den Nationalsozialismus war immer die Haltung einer Minderheit, von einzelnen und oft sehr einsamen Menschen. Diejenigen, die überlebten, blieben auch nach 1945 einsam und wurden vielfach mit dem Odium des ,,Verrats“ belegt.
www.bpb.de/186870

Andrea Löw, Widerstand und Selbstbehauptung von Juden im Nationalsozialismus
Juden waren keineswegs nur passive Opfer. Viele wehrten sich gegen Verfolgung, Degradierung und Ermordung. Widerständiges Verhalten hatte jedoch vielfältige Formen und war längst nicht nur der bewaffnete Kampf, sondern auch Selbstbehauptung unter schwierigsten Bedingungen.
www.bpb.de/186872

Jürgen Zimmerer, Widerstand und Genozid: Der Krieg des Deutschen Reiches gegen die Herero (1904-1908)
Der Krieg der Herero und Nama gegen das Deutsche Reich in Südwestafrika gehört zu den erbittertsten Widerstandsaktionen gegen den deutschen Kolonialismus. Die Folgen des ersten deutschen Genozids sind in Namibia bis heute spürbar.
www.bpb.de/186874

Christoph Marx, Der lange Weg des ANC: Aus dem Widerstand zur Staatspartei
Während der ANC zunächst im Untergrund und im Exil gegen die Apartheid in Südafrika kämpfte, ist die Organisation inzwischen zur Staatspartei geworden. Zwischen den Ansprüchen von damals und dem heutigen Handeln klafft ein tiefer Abgrund.
www.bpb.de/186876

Adam Krzemiński, Widerstand und Opposition gegen den Sowjetkommunismus in Ostmitteleuropa (Essay)
Der Widerstand gegen die sowjetische Herrschaft in Ostmitteleuropa war vielfältig und hatte unterschiedliche nationale Stränge. 1989 aber verknüpften sich diese zu einer gemeinsamen Revolution, die zum Ende der UdSSR führte.
www.bpb.de/186878

Das komplette Heft können Sie unter www.bpb.de/186881 kostenfrei bestellen und als PDF oder ePub für E-Reader herunterladen.

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