RBB – Ausstellung zum Warschauer Aufstand von 1944 – Berlin


70 Jahre nach dem Warschauer Aufstand gegen die Nazis zeigt die Berliner Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ ab Dienstag eine Ausstellung über die polnische Hauptstadt und den Widerstand. Die Exponate wurden extra vom polnischen Museum des Warschauer Aufstands für das Berliner Dokumentationszentrum erarbeitet.

Die Berliner Gedenkstätte „Topografie des Terrors“ zeigt von Dienstag an erstmals eine Ausstellung zum Warschauer Aufstand 1944. Nach Angaben der Veranstalter hat das polnische Museum des Warschauer Auftstands die Schau extra für das Berliner Dokumentationszentrum mit Fotografien und multimedialen Elementen zweisprachig erarbeitet. Die Schirmherrschaft haben der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski und Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.
Junge hält eine Schale mit Kerzen vor der Gedenkwand am Museum des Warschauer Aufstandes (Quelle: dpa)
Ein Junge hält eine Schale mit Kerzen vor der Gedenkwand am Museum des Warschauer Aufstandes

Warschauer Aufstand dauerte 63 Tage

Anlass für die Ausstellung ist der 70. Jahrestag des Warschauer Aufstandes gegen die Besatzung durch Nazi-Deutschland. Vom 1. August 1944 an kämpften die Widerständler 63 Tage gegen die deutschen Besatzungstruppen, bevor sie kapitulierten. Die deutschen Truppen begingen Massenmorde unter der Zivilbevölkerung. Die Stadt wurde anschließend fast vollständig zerstört. Der Aufstand dauerte 63 Tage, rund 200.000 Menschen starben. Die Rote Armee, die am Ostufer der Weichsel stand, griff nicht in die Kämpfe ein. Sie eroberte die polnische Hauptstadt erst im Januar 1945. Bei den Kämpfen kamen auf polnischer Seite vornehmlich Zivilisten ums Leben, außerdem starben etwa 17.000 deutsche Soldaten.

Jeden Tag in Deutsch und Englisch bis 20 Uhr

Die Ausstellung in Berlin enthält kolorierte Archivfotografien aus Chroniken der Aufstandszeit, Textinformationen, Faksimiles von Dokumenten, aber auch Tonquellen sowie interaktive und multimediale Exponate. Sie soll die Geschichte der polnischen Hauptstadt von 1918 bis zu ihrer Zerstörung auf dem gut sechs Hektar großen Gelände der „Topografie des Terrors“ lebendig machen. Die „Topographie des Terrors“ ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, die Außenbereiche sind bis Einbruch der Dunkelheit – jedoch maximal bis 20 Uhr zugänglich. Die Ausstellung ist in deutscher und englischer Sprache.
Die freigelegten Keller der ehemaligen Gestapo-Zentrale in Berlin beherbergen die Gedenkstätte „Topografie des Terrors“

Gedenkstätte auf dem Gestapo-Gelände errichtet

Auf dem Areal der Berliner Gedenkstätte, direkt neben dem Martin-Gropius-Bau im Zentrum der Stadt, stand zwischen 1933 und 1945 das Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und der SS-Führung. Dort liefen die Fäden für die nationalsozialistischen Verbrechen zusammen. An dem Ort wurde über die „Germanisierung“ eroberter Gebiete, die Ermordung sowjetischer Kriegsgefangener und den Völkermord an Europas Juden entschieden. Quelle: RBB

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