Stuttgarter Zeitung| Kommentar zum NSU-U-Ausschuss – Terror im Alkoholnebel


von Reiner Ruf
Stuttgart – Es ist doch so: Rechtsextreme im Allgemeinen und Neonazis im Besonderen haben wir uns allzu lange als dumpfe Gestalten mit alkoholvernebelten Gehirnen vorgestellt, die eher situativ, gern nach Beschallung mit blutrünstiger Szenemusik, zu Gewaltexzessen gegen andersfarbige oder sonst wie anders geartete und denkende Menschen neigen. Solcherlei Taten galt es in jedem Einzelfall zu bedauern, zumal sie unser Selbstbild, Teil einer liberalen, aufgeklärten Gesellschaft zu sein, immer wieder aufs Neue in Frage stellten. Aber die Vorstellung, es könne ein rechtsextremes Netzwerk existieren, das einen planmäßig handelnden, geschickt camouflierten und erstaunlich ausdauernden Terrorismus hervorbrächte, erschien uns doch fremd. Den Sicherheitsbehörden leider auch. Rechtsterroristische Strukturen gebe es nicht, lautete die Standardformel. Das NSU-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hat uns eines, nein: nicht Besseren, eines Anderen belehrt.

Freiraum für Hobbydetektive

Vollständiger Artikel

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: