OTZ| 5,5 Jahre Haft für Ex-NPD-Funktionär Tino Brandt wegen schweren Kindesmissbrauchs


Im Prozess gegen den früheren NPD-Funktionär Tino Brandt aus Rudolstadt am Landgericht Gera ist am Donnerstagnachmittag das Urteil gefallen. Die zweite Strafkammer verhängte eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren. Lesen Sie hier, wie der Prozess am Donnerstag ablief.
Landgericht Gera Prozess gegen Tino Brandt: Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Thomas Jauch. Foto: Tino ZippelLandgericht Gera Prozess gegen Tino Brandt: Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Thomas Jauch. Foto: Tino Zippel

16:45 Uhr: Gericht verkündet das Urteil

Der Vorsitzende RichterBernd Neidhardt verliest das Urteil gegenTino Brandt. Er wird unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sechs Fällen zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

14:43 Uhr: Gericht stellt 91 Fälle ein

StaatsanwältinDagmar Weber stellt einen entsprechenden Antrag. 91 Fälle werden eingestellt, 66 verbleiben. „Es kommt auf die Schwere der Fälle und nicht die Anzahl an“, sagte der Vorsitzende RichterBerndt Neidhardt.

14:30 Uhr: Strafkammer schlägt vor, 91 Fälle einzustellen

Die Strafkammer hat vorgeschlagen, das Verfahren auf einen Teil der Fälle zu beschränken. 91 der insgesamt 157 angeklagten Fälle sollen eingestellt werden. Die anderen Verfahrensbeteiligten prüfen den Vorschlag des Gerichtes.

14:09 Uhr: Das Gericht berät über die Einstellung einiger Anklagepunkte

Der Angeklagte hat einen Teil der vorgeworfenen Taten eingeräumt. Nach der nicht-öffentlichen Vernehmung einer Kriminalistin berät die Strafkammer nun darüber, welche Angeklagepunkte möglicherweise eingestellt werden. Das Vorgehen ist üblich und hat keine Auswirkungen auf den vereinbarten Strafrahmen.

12.30 Uhr: Entscheidung vielleicht noch heute

Ob noch heute ein Urteil fällt, ist zwar unklar. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei aber gestiegen, erläuterte eine Sprecherin des LandgerichtsGera. Dies hänge von der Qualität des Geständnisses ab und inwieweit das Gericht weitere Zeugen für erforderlich halte.

11.30 Uhr: Brandt kündigt Geständnis an

Im Rechtsgespräch vereinbarten die beteiligten Prozessparteien, dass die Freiheitsstrafe gegen Tino Brandt zwischen fünf und sechs Jahren liegen wird, wenn er sich im Wesentlichen geständig einlässt. Brandt kündigte nach einer Beratung mit seinem Verteidiger an, ein Geständnis abzulegen. Das findet jedoch nach Entscheid des Gerichtes wieder in nicht-öffentlicher Sitzung statt.

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