swp| Ku-Klux-Klan: Sachverständige fordern vom NSU-Ausschuss weitere Untersuchungen


Spielte der Anführer des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan eine Rolle im Nationalsozialistischen Untergrund? Das müsse genau geprüft werden, forderte Clemens Binninger am Montag in Stuttgart.

Clemens Binninger wählt seine Worte meist bedacht, neigt nicht zu Zuspitzungen, bleibt sachlich. Der Böblinger Bundestagsabgeordnete (CDU) hat sich als Obmann des Berliner NSU-Untersuchungsausschusses tief in die Materie eingearbeitet. Am Montag war er mit seiner Kollegin Eva Högl (SPD) vor den Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss geladen.

Etliche Punkte, die im Zusammenhang mit der Mordserie von 2000 bis 2007 stehen könnten, müssten genauer beleuchtet werden, fordert er. Etwa die Vorgänge bei den „European White Knights of the Ku Klux Klan“. Diese Gruppe bestand von 2000 bis 2003 in Gailenkirchen.

Binninger zum Haller KKK: „Ein verstrittener Haufen“

„Da kann die Stadt Schwäbisch Hall nichts dafür. Diese Leute waren bundesweit verstreut“, so Binninger. Die Treffen fanden meist bei Achim Schmid im Haller Teilort statt. „Die Bedeutung dieser Gruppe darf man nicht zu groß einschätzen. Es war ein verstrittener Haufen – allerdings extrem rassistisch, fremdenfeindlich.“

Ungeklärt sei, so Binninger, die Rolle des Klan-Chefs. Dieser spitzelte für das Landesamt für Verfassungsschutz. Die Meinung von Binninger zu bezahlten Informanten ist eindeutig: „V-Leute sind keine bekehrten Demokraten. Sie bleiben Angehörige einer extremen Szene.“

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