Welt| Die Spur des Terrors, die der NSU hinterließ


Eine Mordserie mit zehn Opfern und ein Nagelbombenanschlag in Köln werden dem NSU zugeschrieben. Abseits des Münchner Prozesses soll ein Untersuchungsausschuss in NRW bislang offene Fragen klären.


Der Nagelbombenanschlag in Köln 2001 wurde gerade im Münchner NSU-Prozess aufgearbeitet. Doch es bleiben noch viele Fragen offen: In drei Bundesländern werden deshalb Parlamentarische Untersuchungsausschüsse eingesetzt, um Antworten zu finden
Der Nagelbombenanschlag in Köln 2001 wurde gerade im Münchner NSU-Prozess aufgearbeitet. Doch es bleiben noch viele Fragen offen: In drei Bundesländern werden deshalb Parlamentarische Untersuchungsausschüsse eingesetzt, um Antworten zu findenFoto: picture-alliance/dpa

Der Fall dürfte als eines der am intensivsten analysierten Verbrechen in die Geschichte eingehen: die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Ob allerdings die ganze Wahrheit über die Ermordung von acht türkischen und einem griechischen Geschäftsbetreiber sowie einer deutschen Polizistin jemals ans Tageslicht kommt, ist nach wie vor ungewiss. Ein Bundestags- und mehrere Landtagsuntersuchungsausschüsse haben sich an der Serie abgearbeitet, in München stehen Beate Zschäpe und mehrere mutmaßliche Unterstützer des rechtsradikalen „Terrortrios“ vor Gericht.

Und jetzt haben drei weitere Untersuchungsausschüsse ihre Arbeit aufgenommen: in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Vieles ist nach wie vor im Dunkeln – und das liegt ganz wesentlich daran, dass manche Behörden, vor allem der Verfassungsschutz, bisher nicht ihr vollständiges Wissen offengelegt haben – von den Akten ganz zu schweigen. Vieles ist auch gezielt vernichtet worden.

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