Süddeutsche| Rechtsradikaler bedroht Journalisten im Gerichtssaal


  • Im NSU-Prozess bedroht ein Rechtsradikaler einen Journalisten, der immer wieder über die rechte Szene in Chemnitz berichtet hatte.
  • Der Rechtsradikale gehört offenbar zu einem Zeugen, der in Chemnitz einen Laden mit Kleidung und Musik für die rechte Szene betreibt.
  • Das Gericht beschließt, künftig nur noch an zwei statt an drei Tagen zu verhandeln. Es will die Gesundheit von Beate Zschäpe schonen.
Von Annette Ramelsberger

Der Zeuge ist Geschäftsmann, alert, Hipster-Bart, Sakko. Ihm geht es, so macht er glauben, nur um sein Geschäft – er handelt mit Textilien und Musik. Mit speziellen Textilien und sehr spezieller Musik. Ein Szeneladen, für die standesgemäße Ausstattung der rechten Szene in Chemnitz. Hendrik Lasch war auch ein guter Freund von Uwe Mundlos, auch dann noch, als der bereits im Untergrund war. Er hat ihm sogar Aufträge gegeben.

Aber nun vor Gericht, kann er sich nur noch an wenig erinnern. Vor allem zur Gesinnung seines Freundes fällt ihm nur sehr Allgemeines ein. Konservativ-rechts nennt er die, und er selbst sei nur früher mal rechts gewesen. Genaue Überzeugungen, Positionen, da will er sich auf nichts einlassen.

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