Das entbehrungsreiche Leben im Gefängnis macht offenbar geschwätzig: Der einstige Thüringer Neonazi-Anführer Tino Brandt soll einem Mithäftling erzählt haben, wie er den Richter im NSU-Prozess an der Nase herumführte – und dass er „kein Kameradenschwein“ sei.

München – Es war ein Zufall, der den früheren V-Mann und Anführer des „Thüringer Heimatschutzes“, Tino Brandt, mit einem vergleichsweise harmlosen Mann aus München zusammenbrachte. Letzterer stand wegen einer Trunkenheitsfahrt vor Gericht, verbrachte nur ein paar Tage in Untersuchungshaft in der JVA Stadelheim. Dort traf er Brandt im Juli 2014 bei einem Hofgang. Jetzt hat er schriftlich und in Ich-Form niedergelegt, was derNeonazi und einstige Freund des NSU-Trios ihm dabei erzählt habe. Die Niederschrift liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

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