tagesspiegel| V-Mann „Corelli“ und der NSU: CD nicht ausgewertet: Verfassungsschutz handelte „grob regelwidrig“


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Thomas R. alias „Corelli“ ist eines natürlichen Todes gestorben. Das ergab eine neue Untersuchung. Einer Spur, die der V-Mann lieferte, ist der Verfassungsschutz nicht nachgegangen. Sie hätte zum NSU führen können.

Bild vergrößernBeim Verfassungsschutz gab es eine erneute Panne. – FOTO: DPA

Im Fall der Terrorzelle NSU ist der Verdacht offenkundig entkräftet, der ehemalige V-Mann Thomas R. alias „Corelli“ könnte eines unnatürlichen Todes gestorben sein. „Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit“ gebe es kein Fremdverschulden, sagte der Sonderermittler des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestages, Jerzy Montag, am Donnerstag dem Tagesspiegel. Das PKGr hatte den Anwalt und ehemaligen rechtspolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion im Oktober 2014 beauftragt, die mysteriös klingenden Geschichten um den Neonazi Thomas R. aufzuklären.

Montag recherchierte beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), das den Spitzel geführt hatte, und weiteren Behörden. Am Mittwoch legte der Sonderermittler den Abgeordneten seinen rund 300-seitigen Bericht vor. Thomas R. war im April 2014 in seiner Wohnung in Paderborn tot aufgefunden worden. Er starb an einer nicht erkannten Diabetes.

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