Ruhrbarone| Dortmund: Polizeiversagen gegen Rechts


Foto: Felix Huesmann

Pfingstmontag in Dortmund, eine schöne Gelegenheit um einen Film zu gucken, den Kater vom Vorabend auszuschlafen oder sich mit Freunden zu treffen. Für Antifaschisten in der Stadt und die Anwohner der Stahlwerkstraße leider nicht. Am Mittag hatte “Die Rechte” eine Kundgebung angekündigt. Die Nazis wollten gegen “Rechtsfreie Räume” in der Nordstadt protestieren. (Unser Artikel zum “Drogenkrieg”) Muniton dafür hatten sie unter anderem von der SPD-Frau Marita Hetmeier bekommen, die sich in ihrer Argumentation nur um Nuancen von den Nazis unterscheidet.

Um 16 Uhr war es so weit, 50 Neonazis vesammelten sich an der Stahlwerkstraße und hielten ihre üblichen Reden. Dazwischen gab es Rechtsrock. Der Gegenprotest fiel für Dortmunder Verhältnisse relativ klein aus, allerdings versammelten sich auch viele migrantische Anwohner rund um die Kundgebung der Neonazis.

Foto: Felix Huesmann

Schon gegen 16:45 Uhr hatte das rechte Gruselkabinett genug und beendete seine Kundgebung. Von einer lockeren Polizeikette begleitet sollten die Nazis zur nahegelegenen Bahnhaltestelle gehen. Auf diesem Weg brach die Gruppe von 50 Nazis allerdings aus der Polizeibegleitung aus und versuchte, Antifaschisten und Migranten anzugreifen. “Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!” rufend rannten Nazis auf ihre Gegner zu. Der Polizei gelang es erst in allerletzter Sekunde, dazwischen zu gehen.

Nun würde man normalerweise davon ausgehen, dass die aggressiven Neonazis festgenommen werden, sie ein paar Stunden auf dem Polizeipräsidium verbringen und über ihre Taten nachdenken dürfen. In Dortmund ist das aber nicht so. Statt die Horde von 50 Nazis festzunehmen, prügelten mehrere Polizisten einen Migranten (ca. 50 Jahre alt) zu Boden, der nicht damit einverstanden war, dass die Nazis seine Vernichtung wünschen.

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