TA| BKA befragt vier Jahre nach Brand des NSU-Wohnmobils in Eisenach Löschtrupp


Erst jetzt interessieren sich die Beamten für die Beobachtungen der damaligen Feuerwehrleute.
Anfang Juni befragte der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss erstmals die Feuerwehrleute. Auf dem Monitor sind die Löscharbeiten zu sehen. Foto: Sascha FrommAnfang Juni befragte der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss erstmals die Feuerwehrleute. Auf dem Monitor sind die Löscharbeiten zu sehen. Foto: Sascha Fromm

Erfurt. Für ihre Erlebnisse und Beobachtungen interessierte sich in den vergangenen vier Jahren kein NSU-Ermittler. Dabei waren einige der Feuerwehrleute aus Eisenach ganz dicht dran am ausgebrannten Wohnmobil, in dem am 4. November 2011 die Leichen der mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt entdeckt wurden.Erst als Anfang Juni der 2. Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss in Erfurt neun am damaligen Löscheinsatz beteiligte Männer als Zeugen befragte, wurden offenbar auch Bundesanwaltschaft und dann das Bundeskriminalamt (BKA) hellhörig. Denn die Aussagen der Feuerwehrmänner könnten beispielsweise Hinweise darauf geben, ob der damalige Abtransport des Wohnmobils zur Spurensicherung auf einem Tieflader in eine geschlossene Halle zu Veränderungen im Inneren des Fahrzeugs geführt hat.Mindestens zwei der befragten Zeugen gaben im Ausschuss an, dass sie durch die geöffnete Tür zum Wohnbereich des Fahrzeugs „Turnschuhe mit Beinen dran“ gesehen habe.

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