Welt| Zschäpe versucht es mit der RAF-Strategie light


Sommerpause im Münchner NSU-Prozess: Die Strategie der Angeklagten Beate Zschäpe zeigt Parallelen zum Verhalten der RAF-Terroristen. Dabei entlarvt sie sich selbst – durch ihre infame Strategie.

Für Beate Zschäpe ist der Gerichtssaal „Kriegsgebiet“. Das hat sie dem Psychiater Norbert Nedopil offenbart, als es um ihre Verhandlungsfähigkeit ging. Das martialische Bild vom Krieg unter den Augen von Justitia ist auffällig entlarvend, nicht minder wie das Verhalten selbst, das die Hauptangeklagte im NSU-Prozess bisher an den Tag legte.

Beate Zschäpe, das Hausmütterchen, das lediglich seine beiden Uwes bekocht und bemuttert haben will, diese 1998 mit den mutmaßlichen NSU-Mördern untergetauchte angebliche Mitläuferin demonstrierte anschaulich, über welch immense destruktive Energie sie verfügt.

Nach hitzigen Wochen herrscht im Münchner Justizzentrum nun erst einmal Gefechtspause bis Anfang September. Doch das, was in den letzten Verhandlungstagen dort geschehen ist, ruft Erinnerungen wach: an 1975, an den RAF-Prozess von Stammheim. Damals postulierten die Angeklagten kämpferisch, sie sähen sich „im Krieg gegen den Staat“.

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