MD Integration| Sarrazins Erbe wirkt weiter


Vor fünf Jahren erschien Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“. Seine Thesen zeigten immer noch eine besorgniserregende Wirkung, erklärt der Journalist und Autor Daniel Bax in einem Gastkommentar für den MEDIENDIENST. Die Angst vor Flüchtlingen aus „fremden Kulturkreisen“, rechte Bürgerproteste sowie die Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte seien stark von dem Buch beeinflusst. Von Daniel Bax

Das bedrückendste an dem Medienecho, das Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ vor fünf Jahren auslöste, war vermutlich der Gestus des Tabubrechers. Er behauptete Missstände anzusprechen, die vor ihm noch keiner anzusprechen gewagt habe. „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“, titelte die Bild-Zeitung auf dem Höhepunkt der Sarrazin-Debatte im September 2010 und verlieh der Mutter aller Stammtischparolen damit die Weihe einer angeblich unterdrückten Wahrheit.

Dabei war in den Jahren zuvor über kaum ein Thema ausführlicher und emotionaler debattiert worden als über die Integration von Muslimen und den Islam in Europa. Doch offenbar reichte das vielen noch nicht. Oder die politischen Konsequenzen aus diesen Debatten gingen ihnen noch nicht weit genug.

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