Auch Harvestehude hat jetzt #Herz| Harvestehude: Flüchtlingsheim in Hamburger Villenviertel soll nun doch kommen


Von Bruno Schrep

Luftaufnahme von Harvestehude: Einigung über Flüchtlingsheim steht bevorZur Großansicht

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Luftaufnahme von Harvestehude: Einigung über Flüchtlingsheim steht bevor

Monatelang hatten sie sich gesperrt, nun wollen die Anwohner dem geplanten Asylheim in Hamburg-Harvestehude doch zustimmen. Offenbar haben die dramatischen Bilder der vergangenen Wochen einen Eindruck hinterlassen.

Auf einmal soll es ganz schnell gehen: Die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Hamburger Sophienterrasse, gelegen mitten in einem der reichsten Villenviertel der Hansestadt, soll jetzt innerhalb weniger Monate fertiggestellt und bezogen werden. Darauf wollen sich die Stadt Hamburg und mehrere Anlieger, die gegen die Einrichtung geklagt hatten, dieses Wochenende einigen. Verhandelt wird nur noch wegen weniger Details.

Damit würde ein langer Rechtsstreit enden, der bundesweit großes Aufsehen erregte. Der Plan der Stadt, im feinen Stadtteil Harvestehude das ehemalige Kreiswehrersatzamt zu einem Heim für 220 Flüchtlinge umzubauen, war auf den Widerstand vieler Anwohner gestoßen, die Lärm, Krawalle und den Verfall der Immobilienpreise befürchteten.

Im Januar dieses Jahres setzten drei der betroffenen Anlieger einen vorläufigen Baustopp durch. Begründung des Hamburger Verwaltungsgerichts: Das Haus nahe der Außenalster liege in einem „besonders geschützten Wohngebiet“. Dort sei laut einem Bebauungsplan von 1955 eine „soziale Einrichtung“ wie ein Asylbewerberheim zumindest in dieser Größenordnung nicht genehmigungsfähig.

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