HNA|„Was Bernd sagt, ist Gesetz“: Kasseler Neonazi soll andere angestiftet haben


Gegen ihn wurde erneut Anklage erhoben: Die Zeichnung des Kasseler Neonazis Bernd T. entstand im letzten Verfahren im Januar dieses Jahres vor dem Kasseler Landgericht. Zeichnung:  Reinckens

+

Gegen ihn wurde erneut Anklage erhoben: Die Zeichnung des Kasseler Neonazis Bernd T. entstand im letzten Verfahren im Januar dieses Jahres vor dem Kasseler Landgericht.

Kassel. Mehrfache Körperverletzung, Freiheitsberaubung, räuberischer Erpressung, Nötigung und Bedrohung: Der Kasseler Neonazi Bernd T. muss sich wohl erneut vor Gericht verantworten.

Oberstaatsanwältin Andrea Boesken hat wohl Recht behalten. Als sich der Kasseler Neonazi Bernd T. im Januar dieses Jahres vor der zehnten Strafkammer des Kasseler Landgerichts unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten musste, hatte Boesken in ihrem Plädoyer nicht nur eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert, sondern auch die Haftfortdauer wegen der Wiederholungsgefahr beantragt. Bernd T. habe in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass er zu Gewalt neige.

Das hatte die zehnte Strafkammer anders gesehen: Zwar wurde T. zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, was eien Bewährungsstrafe ausschließt. Allerdings hob das Gericht den Haftbefehl gegen T. auf. Eine Wiederholungsgefahr könne wohl bei niemandem ausgeschlossen werden, so die Begründung der Kammer. T., der bis dahin in Untersuchungshaft gesessen hatte, verließ mit seiner Gefolgschaft das Gerichtsgebäude. Gegen das Urteil hat er Revision eingelegt, über die der Bundesgerichtshof noch entscheiden muss.

weiterlesen

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: