Zeit| NEONAZI-AUFMARSCH: Hamburg und die selbst ernannten Patrioten


Bleibt der Aufmarsch Rechtsradikaler in Hamburg verboten? Finden die Gegendemos ohnehin statt? Wer sind eigentlich die Anmelder? Ein Überblick zum „Tag der Patrioten“ VON 

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Ein NPD-Aktivist 2011 während einer Wahlkampfabschlussveranstaltung am Gänsemarkt in Hamburg  |  © Fabian Bimmer/dpa

Tausende Flüchtlinge sind in den vergangenen Tagen in Deutschland angekommen, ähnlich wie in München oder Berlin bemüht man sich auch in Hamburg um ein herzliches Willkommen. Freiwillige versorgen die Neuankömmlinge, bringen Essen und Getränke zum Bahnhof Harburg oder verteilen Spenden im Aufnahmelager in den Messehallen. Mitten hinein in diese Stimmung wollen Neonazis und rechte Hooligans am Samstag ihren „Tag der Patrioten“ zelebrieren. Bis zu 3.000 Rechtsradikale seien laut Polizei zu erwarten. Und gegen sie könnten rund 15.000 Gegendemonstranten auf die Straße gehen. Momentan sieht es allerdings so aus, als ob es dazu nicht kommen würde: Das Verwaltungsgericht hat die Polizei darin bestätigt, den Aufmarsch der selbst ernannten Patrioten zu verbieten. Ob es dabei bleibt, steht aber vermutlich erst am Freitagabend fest. Noch kann das Hamburgische Oberverwaltungsgericht es kippen. Egal wie es ausgeht, eines haben die selbst ernannten Patrioten erreicht: eine verworrene Gemengelage. Ein Versuch, das zu ändern.

Wer sind die „Patrioten“?

Anfang Mai meldete ein gewisser Bernhard W. den „Tag der Patrioten“ bei der Versammlungsbehörde an. W. ist laut Verfassungsschutz aber „lediglich ein Strohmann für bestimmte Protagonisten der rechtsextremistischen Szene“. Der Aufmarsch sei hauptsächlich durch Rechtsextremisten organisiert worden, darunter ein Funktionär der Hamburger NPD und ein Hamburger Neonazi.

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