Mitteldeutsche Zeitung| Neonazi-Attacken auf Flüchtlingshelfer: Gewalt wird alltäglich


VON BERNHARD HONNIGFORT
In Sachsen attackieren Neonazis immer häufiger Flüchtlingshelfer, Journalisten und Politiker. Mehrere Büros und Autos wurden mit Steinen beworfen. Auch körperliche Attacken häufen sich.

DRESDEN.
In Sachsen wird der Ton im Streit um Flüchtlinge immer rauer und die Gewalt alltäglich. Es geht nicht nur gegen Flüchtlinge, sondern auch gegen Politiker, Flüchtlingshelfer, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) und Journalisten.

Bei der Pegida-Kundgebung Montagabend, zu der etwa 9000 Menschen kamen, griffen selbsternannte „Abendlandsretter“ zwei Journalisten an. Ein MDR-Reporter wurde getreten, einem Reporter der Lokalzeitung „Dresdner Neueste Nachrichten“ ins Gesicht geschlagen. Zuvor hatte Pegida-Anführer Lutz Bachmann der jubelnden Menge erläutert, dass es in Syrien überhaupt keinen Bürgerkrieg gebe, der sei eine Erfindung der „Lügenpresse“. Syrische Flüchtlinge seien in Wahrheit allesamt Verbrecher.

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