Golem.de| GEHEIMHALTUNG: Die Whistleblower aus der Regierung


Regierungen verurteilen Whistleblower gern als Staatsfeinde. Doch was ist mit Geheimnisverrätern in den eigenen Reihen? Auch Verfassungsschutz-Präsident Hans Georg Maaßen, der Whistleblower gerne verfolgen möchte, soll selbst schon geheime Informationen weitergegeben haben.

Die Enthüllungen um das NSA-Werkzeug Xkeyscore haben die deutsche Öffentlichkeit aufgeschreckt. Doch einige Details des Programms wurden nicht durch die von Whistleblower Edward Snowden geleakten Dokumente öffentlich – sondern durch den Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen, wie Zeit Online schreibt. Immer wieder kommen Regierungsstellen demnach Whistleblowern zuvor, indem sie eigentlich vertrauliche Informationen an ihnen wohlgesonnene Journalisten weitergeben.

Im Falle von Xkeyscore berichtete Spiegel Online am 20. Juli 2013 unter Berufung auf die von Snowden geleakten Dokumente, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Xkeyscore nutze. Details wurden nicht genannt, weil die Verfassungsschützer die Vorwürfe nicht kommentieren wollten.

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