Badische Zeitung| Berliner Flüchtlingsunterkunft: Lage gerät außer Kontrolle


„Babys liegen auf kaltem Beton“: In einer Mitteilung hat die wichtigste Berliner Flüchtlingshilfsinitiative den Senat und die zuständige Behörde scharf angegriffen und die Missstände beschrieben.

Die Strukturen des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) seien „innerlich zusammengebrochen“, schreibt die Initiative „Moabit hilft“, die sich seit Monaten um die Versorgung der dort wartenden Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Kleidung und medizinischer Versorgung kümmert. Die wartenden Asylsuchenden würden von Tag zu Tag verzweifelter. Einige müssten bis zu 57 Tage auf ihre Registrierung warten.

„Entgegen aller Behauptungen seitens der Politik und Verwaltung ist gar nichts gut“, heißt es in der Mitteilung. „Familien mit Babys liegen auf kaltem Beton, Menschen ohne Unterkunft irren durch die Stadt, schlafen jede Nacht woanders oder unregistriert in Zelten, in Parks oder bei Bekannten in überfüllten Wohnungen.“ Vom Senat eingerichtete Notunterkünfte wiesen die Menschen ab, das Land Berlin gewähre keinerlei offizielle medizinische Hilfe. Alles, was geschehe, werde ehrenamtlich geleistet.

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