mdr| Randale in Sachsen und Brandenburg: Ausschreitungen vor Flüchtlingsunterkünften


Vor Flüchtlingsunterkünften in Sachsen und Brandenburg ist es in der Nacht zu Samstag zu teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei aus Sachsen berichtet von Ausschreitungen in Dresden und in Markersdorf, die brandenburgische Polizei von Demonstrationen in Cottbus.

Mehrere Verletzte bei Chemnitz

Im sächsischen Markersdorf wurden bei Übergriffen mehrere Menschen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, attackierten zehn bis zwanzig Personen fünf Flüchtlingsunterstützer, die nach Demonstrationen am Freitagnachmittag die Nacht vor einer Flüchtlingsunterkunft in dem Ort verbracht hatten. Zwei der Unterstützer seien verletzt worden, einer habe im Krankenhaus medizinisch versorgt werden müssen.

Wegen der Proteste gegen die neue Notunterkunft waren ankommende Flüchtlinge zunächst in den Räumen einer Kirchgemeinde untergebracht worden. Auch diese Unterkunft wurde in der Nacht angegriffen: Wie die Polizei mitteilte, warfen bislang Unbekannte Fensterscheiben ein. Eine Frau sei dabei leicht verletzt worden. Bei einer weiteren Auseinandersetzung in der Nacht gab es zwei Verletzte. Ob es einen Zusammenhang mit den anderen Übergriffen gibt, ist derzeit noch unklar. Staatsschutz und Polizei ermitteln. Wenige Stunden vor der Eskalation hatte es in Markersdorf Proteste gegen den Bezug einer Notunterkunft für Geflüchtete mit rund 150 Befürwortern und Gegnern gegeben.

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