FR| Verfassungsschutz las Ermittlungsakten


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Linke zeigt sich erstaunt über Behördenzusammenarbeit nach NSU-Mord in Kassel.

Die Linke erhofft sich im NSU-Untersuchungsausschuss Aufklärung darüber, welche Rolle der hessische Verfassungsschutz und der Staatsschutz der Kasseler Polizei nach dem Mord an Halit Yozgat gespielt haben. Der frühere Vizechef der Kriminaldirektion in Nordhessen, Klaus Wittich, hatte am Montag im Ausschuss berichtet, dass der Verfassungsschutz Ermittlungsakten habe einsehen können, während der Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme noch unter Mordverdacht gestanden habe.

„Warum eigentlich?“, fragte der Linken-Obmann Hermann Schaus am Donnerstag. Im April 2006 war der 21-jährige Halit Yozgat in Kassel erschossen worden, mutmaßlich von fremdenfeindlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Am Tatort, einem Internetcafé, hatte sich der Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme aufgehalten.

Staatsschutz im „MK Café“

Der Verfassungsschutz habe die Ermittlungsakten lesen können, berichtete Wittich. Das habe allerdings nicht gegolten für einen „vertraulichen Ordner zur Sonderakte Temme“, der bei der Polizei gestanden habe. „Diese Einsichtnahme wurde von der Staatsanwaltschaft untersagt“, erläuterte Wittich.

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