RuhrNachrichten| Rechtsradikaler Terror: Untersuchungsausschuss besucht NSU-Tatort in der Nordstadt


DORTMUND Über neun Jahre nach dem Mord an dem türkischen Kioskbetreiber Mehmet Kubasik besucht der NSU-Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags den Tatort an der Mallinckrodtstraße. Die Abgeordneten wollen Behörden-Versagen aufdecken.

Ein halbes Jahr vor dem Mord an Mehmet Kubasik am 4. Juni 2006 soll der Neonazi Uwe Böhnhardt als Mitglied des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) den Tatort an der Mallinckrodtstraße ausgekundschaftet haben. Der am 4. November 2014 eingesetzte Untersuchungsausschuss will aufklären, wie die Ermittlungsbehörden nach dem Mord zusammengearbeitet haben.

Böhnhardt soll mit seinem Komplizen Uwe Mundlos für zehn NSU-Morde in Deutschland verantwortlich sein. Beide haben Suizid begangen. Als Tatverdächtige muss sich u.a. Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München verantworten.

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