FAZ| Pegida spaltet Dresden


Ganze drei Stunden dauert die Kundgebung zum Pegida-Jahrestag. Als Bachmann noch redet, verschwinden einige Hooligans – und bewerfen Polizisten mit Steinen und Flaschen.

Familiengeburtstage können lang und öde sein, und dieses Gefühl stellte sich am Montagabend auch bei tausenden Pegida-Demonstranten ein, die bereits mehr als zwei Stunden in der Kälte gestanden hatten: Sie traten in Scharen den Rückzug an, als der als „hocherfolgreicher und weltberühmter Schriftsteller“ angekündigte Autor Akif Pirincci den Tiefpunkt des Abends setzte. Aber da war noch längst nicht Schluss. Pegida-Chef Lutz Bachmann dehnte die Kundgebung unter dem Motto „Ein Jahr Pegida“ am Ende auf über drei Stunden aus. „Wäre ja auch schade, wenn wir die Technik nur 30 Minuten lang nutzen würden“, hatte er gleich am Anfang erklärt.

Im Gegensatz zu dem Kleintransporter, auf dessen Ladefläche Bachmann sonst spricht, hatte Pegida diesmal eine professionelle Bühne nebst mobilem Bildschirm errichten lassen.  Zwischen 15 000 und 20 000 Menschen waren nach Schätzung der Studentengruppe „Durchgezählt“, auf den Theaterplatz zum Pegida-Jahrestag gekommen. Der mit Hilfe einer Drohne ermittelte Wert gilt als einigermaßen zuverlässig; die Polizei dagegen gibt bereits seit Monaten keine Teilnehmerzahlen mehr heraus.

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