RP| Ein Jahr „Pegida“: Angst, Hass, Verblendung


Ein Jahr ist die „Pegida“-Bewegung alt. In dieser Zeit erlebten die selbst ernannten Retter des Abendlandes mehrere Brüche, gleichzeitig radikalisierten sich weite Teile der Protestierer. Die Hetze hält sie offenbar zusammen. Von Gregor Mayntz und Lothar Schröder

Die politischen Akteure in Berlin sind sich nach einem Jahr „Pegida“ einig. „Knallharte Rechtsextremisten“, sagt der CDU-Innenminister. „Pegida sät den Hass, der dann zur Gewalt wird“, ergänzt der SPD-Justizminister. Gibt es also einen direkten Weg von der Protestwiese in Dresden zum Anschlag auf OB-Kandidatin Henriette Reker in Köln?

Wegen des bei „Pegida“ gezeigten Galgens und den für Kanzlerin und Vizekanzler „reservierten“ Stricken daran ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob damit zum Mord an Politikern aufgerufen wurde. Wie passt das zu dem Befund des Dresdner Politikwissenschaftlers Hans Vorländer, dass die „Pegida“-Demonstranten „mehrheitlich keine Bewegung von Rechtsextremisten“ bildeten? Offensichtlich ist die Szene in Bewegung, bestimmen in jüngster Zeit immer mehr die Scharfmacher die Wahrnehmung von „Pegida“.

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