TAZ| Pegida-Bewegung im Visier: Schluss mit harmlos


Nach der Attacke auf die designierte Kölner OB Henriette Reker verschärft die Politik den Ton gegenüber Asylfeinden deutlich.

BERLIN taz | Die Frau trägt Kapuze, ein Tuch über die Nase gezogen. In einem Wald attackiert sie mit einer Messerattrappe einen Gesinnungskameraden, sticht in Richtung seines Halses. Es ist eine Nahkampfübung von Neonazis, im Frühjahr aufgezeichnet. Später legt die Vermummte ihre Maskerade ab: Es ist Melanie D., Mitorganisatorin vom Düsseldorfer Pegida-Ableger.

Es sind solche Szenen, die die Sicherheitsbehörden beunruhigen. Nach dem Messerattentat auf die neue Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker verschärft die Politik nun den Ton gegenüber Asylfeinden. Auch die Sicherheitsbehörden justieren um.

Noch am Montagnachmittag übernahm Generalbundesanwalt Peter Frank die Ermittlungen zum Fall Reker. Er begründete dies mit der „Schwere der Tat“ und der „Signalwirkung“, die der Täter erzielen wollte: „ein Zeichen gegen die aus seiner Sicht immer höher werdende Anzahl der von der Bundesrepublik aufgenommenen Flüchtlinge“.

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