TAZ| NSU-Aufklärung: Weiße Flecken in der Aufklärung


Die Aufarbeitung der Taten der Terrorgruppe NSU läuft in Brandenburg äußerst schleppend – ausgerechnet unter einer rot-roten Regierung.

BERLIN taz | Vier Jahre ist es her, dass der NSU aufflog – die Aufklärung der rechtsterroristischen Verbrechen aber ist bis heute im Gange. Am Freitag in einer Woche konstituiert sich im Bundestag ein zweiter Untersuchungsausschuss. Auch in fünf Ländern laufen noch solche Gremien. Und in München läuft seit zweieinhalb Jahren ein Mammutprozess über den Fall.

Andererorts tut man sich dagegen bis heute schwer. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gab es NSU-Morde – ohne dass sich dort bis heute Ausschüsse konstituiert hätten. Nun rückt auch Brandenburg in den Fokus.

Dort lebte einer der zentralen und zwielichtigsten V-Männer im NSU-Komplex: Carsten S., alias „Piatto“. Der Neonazi saß wegen versuchten Totschlags an einem Nigerianer in Haft – und lieferte dem Brandenburger Verfassungsschutz später Hinweise, dass das untergetauchte NSU-Trio Waffen suchte und wer diese beschaffen solle. Die Hinweise versandeten.

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