Sputnik| Experte zu Anti-IS-Kampf: Kooperation zwischen Russland, Frankreich und USA wichtig


Nach der Terrorwelle von Paris herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. In Hannover wurde ein Länderspiel abgesagt. Der Politikwissenschaftler Hajo Funke erklärt in einem Gespräch mit Sputnik, was getan werden muss, um gegen den IS vorzugehen.

Nach den Anschlägen von Paris fliegt Frankreich verstärkt Einsätze gegen den Islamischen Staat. Russland ist schon längst in Syrien aktiv. David Cameron hat eine Ausweitung der britischen Luftangriffe angekündigt und ein Kriegsschiff ins Mittelmeer beordert.

Sputnik: Sind die aktuellen Luftschläge eventuell auch Vorboten  für ein noch größeres Engagement, etwa den Einsatz von Bodentruppen? 

Funke: Ich bin sehr beeindruckt davon, dass es neben diesen Luftschlägen zu einer Kooperation zwischen Russland, Frankreich und den Vereinigten Staaten zur politischen Lösung des Syrien-Konflikts kommt. Das ist mindestens so wichtig wie die Luftschläge und es ist ebenso wichtig, dass es eine Versöhnung zwischen Sunniten und Schiiten im Irak gibt, so dass man tatsächlich den sogenannten Islamischen Staat stärker als bisher auch politisch strategisch isolieren kann — natürlich einschließlich Saudi-Arabiens. Das ist mindestens die Hälfte der Miete. Es ist dann sicher denkbar, dass nach diesem Prozess die Vereinten Nationen anders als bisher ins Spiel kommen können und etwa über den Sicherheitsrat, durch einen gemeinsamen Beschluss — und glücklicherweise nun auch mit Russland und einer größeren Kooperationsbereitschaft der Vereinigten Staaten — man womöglich zur gemeinsamen Entscheidung zu Bodentruppen in der Region kommt.

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