TA| Chef des NSU-Untersuchungsausschusses: Zweifel das NSU nur Trio war


Berlin. Der designierte Vorsitzende des neuen NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag, der CDU-Politiker Clemens Binninger, will im neuen Ausschuss vor allem die Hintergründe, Netzwerke, Unterstützer und mögliche Verbindungen zu V-Leuten des Verfassungsschutzes beleuchten.

„Wir werden die Fragen zu beantworten haben, ob der

wirklich nur ein Trio war und ob es wirklich keinen V-Mann gab, der etwas vom Trio wusste, nicht einmal den Aufenthaltsort kannte“, sagte Binninger gestern unserer Zeitung.Er selbst hegt erhebliche Zweifel daran, dass Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ohne Unterstützung ihre Mord- und Raubserie durch Deutschland umsetzen konnten. „Dass es mehr als drei waren, halte ich für sehr wahrscheinlich. Ob man es als Netzwerk bezeichnen kann, wird vielleicht unsere Arbeit im neuen Ausschuss zeigen“, sagte Binninger. Ob ein mutmaßliches Netzwerk immer noch aktiv sei, halte er zum jetzigen Zeitpunkt aber für „doppelte Spekulation“.

Neuer NSU-Untersuchungsausschuss kommt zusammen

Auf die erneute Einrichtung eines NSU-Untersuchungsausschusses hatten sich alle Parteien im Bundestag Anfang November gemeinsam verständigt, am Mittwoch findet die konstituierende Sitzung in Berlin statt.

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