Spiegel| AfD: Ge­fähr­li­che Lieb­schaft


von Melanie Amann

Frauke Petry führt die AfD erst ein halbes Jahr, aber ihre Macht bröckelt. Fehler häufen sich, und sie weiß Politik nicht von Privatem zu trennen.

Wer wis­sen will, war­um das Miss­trau­en ge­gen die Par­tei­che­fin um sich greift, muss zu­rück­spu­len in den Som­mer 2015. Es ist die ers­te re­gu­lä­re Sit­zung des AfD-Vor­stands nach dem Sturz des Par­tei­grün­ders Bernd Lu­cke.

Die neue Vor­sit­zen­de Frau­ke Pe­try hat­te zur Sit­zung in Kas­sel ei­nen Gast mit­ge­bracht. Mar­cus Pret­zell sitzt mit am Tisch, Lan­des­chef in NRW. „Mar­cus wird zum Pro­gramm­punkt Stra­te­gie re­fe­rie­ren“, sagt Pe­try. „Wir wer­den ihn ja oh­ne­hin bald ko­op­tie­ren.“ Pret­zell re­fe­riert – und bleibt dann gleich für die ge­sam­te Sit­zung.

Die Vor­stän­de tau­schen kon­ster­nier­te Bli­cke aus. Pret­zell ist nicht Mit­glied der ge­wähl­ten AfD-Bun­des­spit­ze, doch im Au­gust 2015 ist es in der Par­tei schon ein of­fe­nes Ge­heim­nis, dass Pret­zell und Pe­try ein Paar sind. Nur: Gibt das der Che­fin das Recht, den neu­en Freund gleich in den Vor­stand zu be­för­dern?

weiterlesen: Ausgabe 01/2016

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