RIP „Odin“ – Wie Dortmunder Neonazis einen erschossenen Hund für ihre PR nutzenice| RIP „Odin“ – Wie Dortmunder Neonazis einen erschossenen Hund für ihre PR nutzen


Von Felix Huesmann

Am Tag nach der Razzia wollen sie Stärke zeigen: Etwa 150 Neonazis demonstrieren und marschieren von der Innenstadt aus in den Stadtteil Dorstfeld. Dort wohnt ein großer Teil von Dortmunds Rechtsextremen. Und dort fand am Tag zuvor eine der größten Razzien gegen Neonazis der letzten Zeit statt.

Im Mittelpunkt der Demonstration steht der Pit Bull Terrier Odin: Bei einer der Hausdurchsuchungen am Vortag erschossen SEK-Beamte den Hund—auch Blendgranaten sollen zum Einsatz gekommen sein. Anders als die anderen Wohnungen im Stadtteil wurde diese Wohnung nicht wegen der Ausschreitungen der Silvesternacht durchsucht—zu den Gründen für die Razzia mit SEK und Maschinenpistolen hält sich die Staatsanwaltschaft jedoch bislang bedeckt.

„R.I.P“ und „Wir werden für dich weiterkämpfen“ steht neben dem Konterfei des Hundes auf Papierzetteln, die einige Frauen während der Demonstration hochhalten. Eine Gruppe rund um Melanie Dittmer, Organisatorin des Düsseldorfer Pegida-Ablegers, trägt ein Transparent mit der Aufschrift „Heute Hunde, morgen Menschen – Polizei NRW“.

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