FAZ| „Partei hat Fratze entblößt“:: AfD-Mitglieder dürfen nicht bei Awo arbeiten


Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt dürfen nicht auch bei der AfD oder ähnlichen Parteien sein. Von einem Mitglied hat sich der Verband schon getrennt. Er sieht sich auf der rechtlich sicheren Seite.

04.03.2016, von HANS RIEBSAMEN UND HELMUT SCHWAN, FRANKFURT

Mitarbeiter und Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt (Awo) dürfen nicht Mitglied der AfD und ähnlicher Parteien sein. Der Kreisvorstand hat beschlossen, eine Doppelmitgliedschaft sei unvereinbar mit den Statuten des Wohlfahrtsverbands. Die AfD habe in den vergangenen Wochen ihre hässliche Fratze entblößt, sagte der Awo-Vorsitzende Ansgar Dittmar. Nun sollte jedem klar sein, dass es sich bei ihr nicht nur um eine Protestpartei handele. Dasselbe gelte für die Liste „Bürger für Frankfurt“ (BFF). Diese Parteien versuchten, Menschen gegeneinander auszuspielen, Ängste zu schüren und Menschenverachtung zu säen. Solches Gedankengut stehe in krassem Widerspruch zu den Statuten und der Geschichte der Awo.

Die Frankfurter Awo beschäftigt nach Angaben eines Sprechers 1150 Mitarbeiter. Vor kurzem habe man sich von einem Mitglied der BFF getrennt. Laut dem Sprecher sieht sich die Awo rechtlich auf der sicheren Seite. In den bundeseinheitlichen Statuten des Verbands sei festgelegt, dass die Mitgliedschaft sowie eine ehren- wie hauptamtliche Tätigkeit mit der Mitgliedschaft in rechtsextremen Parteien und Organisationen unvereinbar seien. Als Tendenzbetrieb habe man ähnlich wie die Kirchen dabei einen relativ weiten Spielraum.

 

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