MAZ| Darum ist die AfD nicht das Volk – Kommentar zum Brandenburg-Barometer


Die Brandenburger AfD sitzt seit mehr als einem Jahr im Landtag. Meistens zieht die Gauland-Partei Nichtwähler an. Das Brandenburg-Barometer der MAZ sieht die Partei im Aufwind. Doch selbst die eigenen Anhänger sind skeptisch. Kann die AfD überhaupt etwas zur Lösung der Probleme in Brandenburg beitragen? Es ist ein Stück politischer Theaterdonner, meint unser Kommentator.

Potsdam.  Eine Woche nach dem Superwahltag von Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist der politische Donnerhall noch nicht verklungen. Die politische Klasse sortiert und bandagiert sich, schließlich sind am vergangenen Sonntag politische Gewissheiten und Farbenlehren reihenweise zerbrochen. Die Alternative für Deutschland (AfD) kann auch im Westen reüssieren, sie ist kein ostdeutsches Phänomen, wie mancher glaubte. Auch wenn die Erfolgsserie der Partei hier ihren Ursprung hatte – in den ersten Landtagserfolgen von Sachsen, Thüringen und Brandenburg, in Persona durch die prominenten Polarisierer Alexander Gauland, Frauke Petry und Björn Höcke.

Erfolg der AfD ist fragil

Seit anderthalb Jahren sitzt die AfD unter ihrem Fraktionschef Gauland im Potsdamer Landtag. Im Herbst 2014 holte sie aus dem Stand mehr als 12 Prozent. Wenn jetzt das Parlament neu gewählt würde, könnte sie diesen Erfolg noch einmal steigern. 19 Prozent der Brandenburger würden die AfD wählen, die damit gleichauf mit der CDU läge und die mitregierende Linke, der das Regieren offenbar so gar nicht bekommt, hinter sich ließe. Auch dies ein kleiner Donnerhall.

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