Spiegel| AfD-Wahlerfolg in Bitterfeld: Wo der Frust wohnt


Aus Bitterfeld berichten , und (Video)

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Die AfD hat in Sachsen-Anhalt die größten Erfolge eingefahren – am deutlichsten in Bitterfeld. Hohe Arbeitslosigkeit, Sozialneid und Angst vor Flüchtlingen bilden dort den Nährboden für Rechtspopulismus. Ein Ortsbesuch.

Entlang der Halleschen Straße hängen Wahlkampfplakate der AfD. „Grenzen sichern. Asylchaos stoppen“, steht auf den blauen Schildern an der Zufahrtstraße zu Bitterfeld. Oder einfach nur: „Es reicht!“ Mit den Parolen hat die rechtspopulistische Partei in dem Ort offenbar einen Nerv getroffen. Früher galt Bitterfeld wegen des Braunkohletagebaus und der stinkenden Chemieindustrie als schmutzigste Stadt Deutschlands – und irgendwie scheint sie das heute wieder zu sein – zumindest politisch.

31,9 Prozent der Bürger im Wahlkreis 29 gaben der Alternative für Deutschland die Zweitstimme – so viel wie in keinem anderen in Sachsen-Anhalt. Kandidat Volker Olenicak holte mit 33,4 Prozent das Direktmandat, nun wird der Bitterfelder in den Landtag in Magdeburg einziehen. Das liegt auch an der unerwartet hohen Wahlbeteiligung: Gingen vor fünf Jahren noch 47,6 Prozent der Berechtigten zur Wahl, so waren es in diesem Jahr 62 Prozent. Viele der vorherigen Nichtwähler setzten nun auf die Protestpartei.

 

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